Bub (5) aus Weiden

Letzter Wunsch: Todkranker Maxl will ins Disneyland

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Der kleine Maxl ist todkrank. Sein letzter Wunsch: eine Reise ins Disneyland.

München - Es gibt Geschichten, die muss man einfach erzählen. Weil man damit irgendwie etwas ändern, etwas bewirken will. Die Geschichte von Maxl ist so eine.

Der süße Fünfjährige aus Weiden in der Oberpfalz ist eigentlich ein ganz normaler Bub: Er liebt Donald Duck, geht gern Baden, spielt Fußball. Und doch ist bei Maxl alles anders: Er ist todkrank. Erst vor wenigen Wochen diagnostizierten die Ärzte ALD bei ihm – eine heimtückische Nervenkrankheit. Mit jedem Tag kann sich der Kleine etwas weniger bewegen. Seine Überlebens­chance? „Kaum eine“, sagten die Mediziner der Familie. Nun muss sich also ein Fünfjähriger mit seinem eigenen Tod beschäftigen. Und dennoch: Maxl hat noch einen Wunsch: er will nach Disneyland. Unbedingt. Dafür sammelten Freunde mit der Spendendose Geld für ihn – bis jemand die Büchse klaute …

Spendenkonto: Wer Maxl helfen will, kann dies unter folgender Bankverbindung tun: Volksbank Nordoberpfalz

Kontonummer: 000 2500 140

BLZ: 753 900 00.

oder:

BIC: GENODEF1WEV

IBAN: DE42753900000002500140

Der Fall des tapferen Maxl ist herzzerreißend. Ausgerechnet vier Wochen vor Weihnachten bekam er die schreckliche Diagnose. Als Freunde der Familie erfuhren, dass der Bub doch so gerne noch Donald und Mickey in Paris die Hand schütteln möchte, stellten sie eine Sammeldose in der nahe gelegenen Bäckerei auf. „Das war eine unheimlich nette Hilfe“, sagt Maxls Mama Yvonne zur tz.  Die Schmuckers sind rechtschaffene und fleißige Leute – Maxls Papa arbeitet als Kraftfahrer, die Mutter war bis vor Kurzem als Nageldesignerin tätig. Seit der Diagnose kümmert sich die 35-Jährige nur noch um den Sohn. Und eine Reise nach Disneyland ist halt sehr teuer …

Und dann passierte es: Irgendjemand ließ tatsächlich die Dose mitgehen. „Ich verstehe das nicht. Wie kann man so etwas machen?“, wundert sich Yvonne Schmucker. Die Frage stellten sich alle in der Nachbarschaft. Und sie halfen: In kürzester Zeit wurde noch mal so viel Geld gesammelt, so dass Maxls Wunsch in Erfüllung gehen wird. Respekt! In zwei Wochen geht’s los. „Das wird ihm gefallen. Er ist schon ganz nervös.“

Wollen ihrem Maxl (2.v.l.) den letzten Wunsch erfüllen: Die Schmuckers bei einem Ausflug ins Tropical Island.

Aber was kommt danach? Diese Frage stellen sich die liebevollen Eltern jeden Tag. Tatsache ist: In den USA gibt es Mediziner, die sich auf die schreckliche Nervenkrankheit spezialisiert haben. Sie könnten das Leben des kleinen Buben vielleicht verlängern. „Wir forschen gerade nach, inwieweit das unserem Maxl helfen könnte“, erklärt die Mama. Aber natürlich ist eine Reise nach Amerika sehr teuer, eine Behandlung bei Spezialisten sowieso. Das zahlt keine Krankenkasse. Daher gibt es nun ein Konto für Maxl, um eine mögliche Behandlung zu finanzieren (siehe Kasten). Derzeit versucht die Familie, das Leben des Kleinen so lebenswert wie möglich zu machen. Durch die immer schlimmer werdenden Lähmungen im Körper lässt auch die Sehkraft täglich nach. „Wir wollen die Zeit nutzen, in der Maxl noch einigermaßen fit ist.“

Einen Ausflug in die Berge will der Kleine auch noch machen. Die hat er noch nie gesehen. Ein Hotel hat ihn gestern dazu eingeladen. Es ist schon so: Wer von Maxl erfährt, der will irgendwie etwas zum Guten ändern...

Stichwort ALD

Adrenoleukodystrophie (kurz ALD genannt) ist eine Erbkrankheit, die im Kindesalter auftritt und einen schnellen neurologischen Verfall mit sich bringt. Im Endstadium zeigt sich eine ausgeprägte Demenz, die schließlich zum Verlust der lebenswichtigen Körperfunktionen und damit zum Tode führt. Von ALD sind ausschließlich Männer betroffen. Weltbekannt wurde die Krankheit durch den Film Lorenzos Öl aus dem Jahre 1992, in dem die Eltern (Susan Sarandon und Nick Nolte, links im Bild) verzweifelt um das Leben ihres Sohnes kämpfen.

Armin Geier

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