Werkstatt in einer Garage in Landshut

Hier fälschen zwei Männer rund 50.000 Euro

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In dieser Garage fälschten die beiden jungen Burschen.

München/Landshut - Was tun, wenn das Geld knapp wird? Einfach selber drucken, dachten sich zwei junge Burschen bei Landshut. Allerdings machten sie einen schlimmen Fehler.

Sie sind jung und sie brauchen viel Geld. Aber arbeiten wollen sie nicht. Also kamen ein 23-Jähriger aus Landshut und sein 21-jähriger Spezl aus dem Landkreis auf die Idee, Geld zu fälschen. Doch weil sie sich in ihrer Fälschergarage dabei reichlich dumm anstellten, kam ihnen die Polizei auf die Schliche.

Am Mittwoch präsentierte das Bayerische Landeskriminalamt, wie die beiden, die als Kleinkriminelle bereits polizeibekannt sind, das Falschgeld herstellten. Erstmals sei es in Bayern gelungen, eine komplette Fälscherwerkstatt auszuheben.

Fleißige Fälscher

Bei ihrem kriminellen Tun waren die beiden ziemlich fleißig: Erst im vergangenen Dezember hatten sie begonnen, falsche Fünfziger herzustellen. In der vergangenen Woche nahm die Polizei die beiden fest – sie waren noch bei ihren Eltern gemeldet. In der Werkstatt fanden sich Unterlagen, nach denen das Duo mindestens Falschgeld im Wert von 50 000 Euro produziert hatte.

Das Material für die Fälschungen hatten sich die beiden im Internet besorgt, vertrieben wurden die Blüten auf dem selben Weg. Knapp zehn Euro kostete ein falscher Fünfziger. Wegen gewerbsmäßigem Fälschen droht ihnen nun eine Haftstrafe von mindestens zwei und maximal 15 Jahren. Volker Pfau

So wurden die Blüten produziert und an die Abnehmer gebracht

Versandbelege in der Fälscherwerkstatt.

In der Fälschergarage fanden die Kripo-Beamten rund 200 Versandbelege, sogenannte Post-ID-Codes, sowie vorbereitete Umschläge. Die meisten Empfängeradressen sind in Deutschland, Sendungen gingen auch in die Niederlande, in die Schweiz und nach Österreich. Hergestellt wurde das Falschgeld mit zwei billigen Multifunktionsdruckern (Stückpreis 55 und 130 Euro). Des weiteren fanden sich Schneidebretter, UV-Lampe, Lupe, Klebestifte, Faserschreiber und Druckerpatronen. Zusammengerechnet beträgt der Materialwert dafür knapp 500 Euro.

Die Qualität des Falschgeldes

Das LKA bezeichnet die falschen Fünfziger als „mittelprächtig“. Aufgrund der aufgeklebten Hologramme erscheint der Schein jedoch auf den ersten Blick als echt. In hektischen Situationen (z. B. im Bierzelt) könne man aber auf so einen gefälschten Geldschein hereinfallen.

So verrieten sie sich

In diesen Müllsäcken fanden die Ermittler allerhand Beweismaterial.

Einem Nachbarn war aufgefallen, dass in der Garage nie ein Auto abgestellt wurde und immer wieder ein auffälliges Auto (der Lamborghini) vorfuhr. Dafür trugen die beiden Männer immer wieder Müllsäcke raus. Anfang Januar informierte er die Polizei.

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