Er steckte auf Feldweg im Schlamm fest

Lokführer stoppt Bahn, um Rollstuhlfahrer zu helfen

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Die Bayerische Regiobahn fährt auf der Strecke Weilheim–Augsburg.

Neugreifenberg - Der Lokführer eines Zuges der Bayerischen Regiobahn hat im Landkreis Landsberg einen außerplanmäßigen Stopp eingelegt, um einen Rollstuhlfahrer aus einer misslichen Lage zu befreien.

Einen außerplanmäßigen Stopp legte am Dienstag die Bayerische Regiobahn (BRB) in der Nähe der Autobahnbrücke bei Neugreifenberg (Kreis Landsberg) ein. Der Grund: Der Lokführer wollte einem Rollstuhlfahrer helfen. Ein in die Gegenrichtung fahrender Kollege hatte ihn informiert, dass er zwischen Schondorf und St. Ottilien einen hilflosen Rolli-Fahrer bemerkt habe. Der Mann hatte sich in der einsamen Gegend auf einem morastigen Waldweg, etwa 50 Meter vom Gleis der Ammerseebahn entfernt, mit seinem Elektrorollstuhl festgefahren. Kurzerhand lief der BRB-Lokführer dort hin und zog das Gefährt aus dem Morast. Der Bahnmitarbeiter hatte seinen Fahrdienstleiter von der Hilfsaktion verständigt, obendrein wusste er, dass zu der Zeit auf der eingleisigen Strecke kein Gegenzug zu erwarten sei. Und weil für den Zug in Geltendorf sowieso ein Aufenthalt eingeplant ist, erreichte der Zug den Hauptbahnhof Augsburg mit nur fünf Minuten Verspätung. Darüber hat kein Fahrgast gemeckert.

vp

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