Loveparade-Chef Schaller: Unfall auf A 9

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Loveparade-Chef Rainer Schaller

Hof - Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller ist auf der A 9 bei Hof verunglückt. Er blieb unverletzt, doch sein Lamborghini ist nur noch Schrott.

Waren es die Folgen des enormen Drucks, unter dem Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller seit der Katastrophe von Duisburg mit 21 Toten steht? Oder war es purer Leichtsinn, der den 41-Jährigen die Gefahr unterschätzen ließ? Wie auch immer, der Unternehmer („McFit“) aus Schlüsselfeld im Landkreis Bamberg hat in der Nacht zum Freitag auf der A 9 bei Hof einen Unfall gebaut und seinen weißen Lamborghini geschrottet. Glück im Unglück: Schaller blieb unverletzt.

Wie überall in Bayern, so schüttete es Donnerstagnacht auch im Norden Bayerns wie aus Kübeln. Das wurde Schaller und seinem angeblich 250.000 Euro teuren italienischen Renner zum Verhängnis. Der 41-Jährige kam ins Schleudern, der Lamborghini Gallardo (570 PS, 309 Kilometer Höchstgeschwindigkeit) schlug in der Mittelleitplanke ein.

Nach Angaben der Polizei enstand an dem Wagen Sachschaden in Höhe von rund 100 000 Euro, was einem zeitlichen Totalschaden entsprechen dürfte. Außerdem erwartet Schaller eine Anzeige wegen Fahrens mit nicht angepasster Geschwindigkeit.

Letzteres dürfte für Schaller eher eine Bagatelle sein – jedenfalls im Vergleich zu dem, was in Sachen Loveparade auf ihn zukommen könnte. Bei dem Fest in Duisburg waren exakt vor zwei Wochen 21 Menschen infolge einer Massenpanik ums Leben gekommen und mehr als 500 weitere verletzt worden. Auch in dieser Sache wird gegen Schaller ermittelt. Wenigstens eine gute Nachricht erreichte den 41-Jährigen am Freitag auch: Eine junge Frau, die als letzte der Verletzten noch stationär behandelt werden musste, konnte die Klinik verlassen.

mdu

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Die Trauer manifestiert sich auf vielerlei Art: Am Unglückort, dem etwa 100 Meter langen Tunnel, hat jemand ein Kreuz und einen Grabstein aus Eis aufgestellt. © dpa
Um das Kunstwerk herum wächst ein Meer aus Kerzen und Blumen. © dpa
Noch in der Nacht nach der Massenpanik kamen die ersten Trauernden, um Kerzen aufzustellen. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Auch die Wut und der Zorn der Trauernden findet Platz auf Plakaten zwischen Blumen und Kerzen. © dpa
Für viele ist der Tunnel Ort für persönliche Trauer und kurzes Innehalten. © dpa
Auf einem Plakat können Trauernde unterschreiben und kurze Botschaften hinterlassen. © dpa
Ein Mädchen nutzt diese Möglichkeit. © dpa
Die Trauernden suchen Halt untereinander. © dpa
Manche verweilen im Gebet. © dpa
Andere lassen ihren Tränen freien lauf. © dpa
Auch im Regen harren sie noch vor den Blumen und Kerzen aus. © dpa
Die Stadt Duisburg hat ein Kondolenzbuch zur Verfügung gestellt. © dpa
Loveparade
Warum? © dpa
Loveparade
Das ist die meistgestellte Frage auf den handgeschriebenen Zetteln. © dpa
Loveparade
Vor dem Tunnel, der zur Todesfalle wurde: Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Ein junger Mann nimmt Plakate ab, die für Veranstaltungen der Loveparade werben. © dpa
Loveparade
Anwohner haben am Sonntagmorgen vor der Einfahrt zum Gelände der Loveparade Kerzen in die Fenster gestellt. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa

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