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Mäusebussard hilflos in der Güllegrube

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Der Mäusebussard in der Güllegrube. Von alleine kam er nicht mehr aus dem Schlamm. Die Feuerwehr musste ihn retten. © Herold

Steingaden - Weil ein Mäusebussard in eine Güllegrube gefallen ist und im Schlamm stecken blieb, musste eine Tierrettungsaktion in die Wege geleitet werden.

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurde am vergangenen Donnerstagnachmittag die Feuerwehr von Lauterbach gerufen. Bei einem Bauernhof im Steingadener Ortsteil Riesen war ein Mäusebussard in eine Güllegrube gestürzt. Da es für den Landwirt unmöglich war, den völlig in der Gülle liegenden Greifvogel alleine zu bergen, informierte er die Rettungsleitstelle. Diese alarmierte die Feuerwehr von Lauterbach, die den kürzesten Anfahrtsweg hatte. Nach Beurteilung der Lage entschied die Leitstelle, auch drei Wehrmänner aus Steingaden zu schicken. Der Grund: Die Feuerwehr von Lauterbach ist nicht mit Atemschutzgeräten ausgerüstet. Dies erschien aber aufgrund der Größe der Güllegrube als notwendig.

Bilder der Rettungsaktion

Nach einer Messung durch Leo Eicher, den Kommandanten der Steingadener Wehr, konnte Entwarnung gegeben werden. Die Ergebnisse lagen aufgrund der nach oben offenen Grube unter den Grenzwerten. Mit einer Leiter, die man vorsichtig unter den Vogel schob, wurde das Tier aus der dicken Güllemasse angehoben. Mit einem Teleskoprohr konnte dann der Vogel auf die Wiese gehoben werden.

Das Tier wurde von seinen Rettern nach der gelungenen Aktion mit Wasser gereinigt. Während ein Mann vorsichtig die Flügel abspreizte, um möglichst viel Körperfläche freizulegen, „duschte“ sein Helfer Stück für Stück den schmierigen Dreck vom Körper. Wie der Landwirt vermutet, muss sich der Vogel auf eine Maus gestürzt haben, die auf der zähen Oberfläche der Gülle lief.

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