Tausende Bürger protestieren

Mahnfeuer: Protest gegen B15 wächst

Rosenheim – Der Widerstand gegen den geplanten Ausbau der Bundesstraße 15 neu von Regensburg nach Rosenheim wächst. Gegner der vierspurig geplanten Bundesstraße haben mit mehr als 200 Mahnfeuern protestiert.

Mehrere Tausend Bürger aus 35 Gemeinden der vier betroffenen Landkreise Rosenheim, Mühldorf, Ebersberg und Landshut beteiligten sich an der Aktion entlang der alten und der neuen Trasse.

Die Bauern, auf deren Feldern die Mahnfeuer brannten, unterstützten den Protest. In vielen Fällen waren die Grundbesitzer sogar die Organisatoren. Auch einige Gemeinde- und Stadträte schlossen sich den Demonstranten an. Sie wollten mit ihrem Protest ein Zeichen setzen. Denn die Bürger glauben, dass es sich bei der 120 Kilometer langen B 15 neu um eine als Bundesstraße getarnte Autobahn handelt, und der Schwerlastverkehr weiterhin über die B 15 fahren wird. Sie fordern einen sinnvollen moderaten Ausbau der B 15: streckenweise dreispurig mit Ortsumgehungen.

Ein Wasserburger Landwirt ist überzeugt, dass für den Bau der neuen Trasse 800 bis 1000 Hektar Land versiegelt werden müssten. Georg Gäch, Bürgermeister von Ramerberg, kündigt an, sich mit allen legalen Mitteln wehren zu wollen. „Wenn die Staatsregierung das will, dann kriegt sie ein zweites Stuttgart 21“, sagte er. Gäch und die anderen Bürgermeister der Gemeinde entlang der geplanten Trasse sind am 27. Mai zu einem Gespräch bei Innenminister Joachim Hermann eingeladen.  

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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