Mangel an geeigneten Bewerbern

Unternehmen planen weniger Lehrstellen

München - Industrie und Handel in Bayern treten wegen des Mangels an geeigneten Bewerbern bei der Ausbildung wieder auf die Bremse.

Gut ein Fünftel der Unternehmen plane in diesem Jahr weniger Lehrstellen ein als 2012, ergab die Ausbildungsumfrage der bayerischen Industrie- und Handelskammern, die am Mittwoch in München vorgestellt wurde. „Dieser Trend ist fatal, denn die bayerischen Unternehmen brauchen Nachwuchs, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, erklärte Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages.

An der Umfrage hatten sich 2366 Unternehmen aus dem Freistaat beteiligt. Demnach blieben im vergangenen Jahr 10.100 Ausbildungsplätze in Industrie, Handel und Dienstleistungen verwaist. Ein Fünftel der Unternehmen konnte offene Lehrstellen nicht besetzen. Ein Teil davon wiederum fand keinen einzigen Azubi.

Betroffen waren vor allem kleine Betriebe, die einen wesentlichen Teil der Ausbildung stemmten, wie es hieß. Als Grund gab die Mehrzahl der betroffenen Firmen an, keine geeigneten Bewerbungen erhalten zu haben.

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Neben einer mangelnden Ausbildungsreife beklagten die Unternehmen auch, dass viele Schulabgänger nur unklare Berufsvorstellungen hätten und nicht wüssten, was sie in der Ausbildung erwartet.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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