Polizei greift ihn an der A8 auf

Mann "klaut" eigenes Auto: Wahnwitzige Erklärung

Samerberg - Ein vermeintlicher Autodieb hat Polizisten eine anscheinend haarsträubende Erklärung aufgetischt: Er musste seinen Wagen "zurückstehlen" - der eigentliche Dieb war ihm nämlich wohl bekannt. 

Der Fahrer, ein 67-jähriger Unternehmer aus Ungarn, wurde am Dienstag auf der A8 bei Samerberg von Schleierfahndern aufgegriffen. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass das Fahrzeug in Ungarn als gestohlen gemeldet wurde. Wie die Polizei mitteilt, lieferte der vermeintliche Dieb gleich eine zunächst haarsträubend anmutende Erklärung.

Er erzählte den Beamten, dass das Auto ihm gehöre und er es auch höchstpersönlich als gestohlen gemeldet hätte. Denn: Der Sohn des Unternehmers wollte dringend zu seiner geliebten Freundin nach München. Der Vater wollte ihm seinen Wagen aber nicht leihen, weil er wenig Vertrauen in die Fahrkünste seines Sohnemannes hat. Er empfahl ihm, lieber mit dem Zug zu fahren. 

Diese Idee gefiel wiederum dem Sohn nicht. Bei günstiger Gelegenheit schnappte er sich die Fahrzeugschlüssel und machte sich mit dem Pkw in Richtung München auf. Der Vater zeigte keine Gnade und meldete das Fahrzeug umgehend als gestohlen. Er hoffte auf eine Sicherstellung noch in Ungarn. 

Als ihm klar wurde, dass sein Sohn es bis nach München geschafft hatte, setzte er sich nunmehr in den Zug und fand sein Fahrzeug vor der Haustür der Freundin des Sohnes. Mit dem Zweitschlüssel "klaute" er den Wagen zurück und machte sich umgehend auf den Weg Richtung Budapest. Am Samerberg stoppten die Schleierfahnder den Mann als vermeintlichen Autodieb. 

Die Beamten überprüften die Aussage - und sie stellte sich tatsächlich als wahr heraus. Der Mann durfte seine Fahrt fortsetzen.

kg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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