Prozess

Mann stirbt wegen K.o.-Tropfen - Haft für Angeklagten gefordert

Bamberg - Den Konsum von flüssigem Ecstasy hat ein junger Mann mit dem Leben bezahlt. Nun muss sich der Besitzer der Droge vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine lange Haftstrafe.

Für die tödlichen Folgen seiner K.o.-Tropfen soll ein 24 Jahre alter Mann mit siebeneinhalb Jahren Haft büßen. Das hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag vor dem Landgericht Bamberg in Bayern gefordert. Der Mann hatte das hoch dosierte, flüssige Ecstasy vor gut einem Jahr mit auf eine spontane Feier in Bamberg gebracht. Ein junger Mann starb nach der Einnahme, ein zweiter schwebte zunächst in Lebensgefahr.

Der 24-Jährige habe trotz des lebensbedrohlichen Zustandes der beiden Männer zunächst nicht den Notarzt gerufen und damit den Tod der beiden billigend in Kauf genommen. Er müsse deshalb wegen Mordes und versuchten Mordes verurteilt werden, befand der Staatsanwalt am Donnerstag in seinem Plädoyer. Die Verteidigung plädierte auf zwei Jahre Haft wegen fahrlässiger Körperverletzung und Tötung. Das Gericht wollte sein Urteil noch am Nachmittag verkünden.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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