Nächstes Corona-Opfer?

„Das täte mir im Herzen weh...“: Markus Wasmeier hat Angst um sein Traumprojekt am Schliersee 

Ex-Skilegende Markus Wasmeier sorgt sich um sein Freilichtmuseum. Er befürchtet das Schlimmste.
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Ex-Skilegende Markus Wasmeier sorgt sich um sein Freilichtmuseum. Er befürchtet das Schlimmste.

Das Freilichtmuseum von Markus Wasmeier am Schliersee ist eine Top-Attraktion. Doch der Ex-Skistar hat Angst um sein Traumprojekt. 

  • Das Freilichtmuseum von Markus Wasmeier liegt am Schliersee.
  • Nach der Corona-Pause ist das Bauerhofmuseum wieder geöffnet.
  • Die Ex-Skilegende hat Angst aber jetzt um sein Traumprojekt.  
  • Viele weitere spannende Geschichten aus Bayern und den Regionen gibt es in unserer App.

Schliersee - Selbst daheim am Essenstisch gibt es bei Skilegende Markus Wasmeier und seiner Frau Brigitte kein anderes Thema mehr. Sein geliebtes Freilichtmuseum am Schliersee* darf seit zwei Wochen wieder öffnen – aber insbesondere die Münchner Gäste bleiben größtenteils aus. „Wenn das so weitergeht, muss ich über alle Optionen nachdenken“, erzählt er der tz, „Öffnungszeiten verkürzen, Mitarbeiter kündigen, im schlimmsten Fall sogar über eine Schließung…“

Freilichtmuseum von Wasmeier ist nach Corona-Pause offen

Als Wasmeier und sein Team nach der Corona-Pause endlich wieder öffnen durften, seien alle hochmotiviert gewesen. Schnell kam der Dämpfer. „Von den für gewöhnlich 600 bis 700 Gästen kamen maximal ein Drittel“, berichtet der ehemalige Olympiasieger. Veranstaltungsgäste wie Hochzeitspaare, Busreisende und Gruppen, die eine Führung buchen – all diese Gäste fallen in Corona-Zeiten weg. Bis heute habe er nur Minus gemacht. Über Pfingsten sei es ein wenig besser gelaufen. „Da kamen die ersten Touristen. Die meisten Tagestouristen aus München zieht es aber momentan nur in die Berge.“

Freilichtmuseum in Fischhausen - Besuchermagnet am Schliersee

Woran das liegt, darüber kann Markus Wasmeier nur spekulieren. „Vielleicht denken die Leute bei einem Museum an lange Schlangen, Schutzmasken und geschlossene Räume.“ Dabei ist Wasis privates Museum ein unbedenklicher Ort. Selbst wenn an der Kasse mal eine kurze Warteschlange entsteht (kein Onlineticketkauf nötig!) – auf dem Gelände unter freiem Himmel ist der Besucher die meiste Zeit für sich, das Gelände ist 60.000 Quadratmeter groß.

Am meisten sorgt sich Wasi um seine 90 Angestellten. Die sind derzeit in Kurzarbeit. „Da haben wir ja eh schon Glück, dass uns der Staat hilft“, sagt er. Dennoch könne es schlimmstenfalls passieren, dass er seine Mitarbeiter nicht mehr halten kann. „Das will ich auf gar keinen Fall, das täte mir im Herzen weh!“

Am vergangenen Wochenende, als erstmals wieder ein paar Kinder in seinem Freilichtmuseum rumwuselten und sich mit Spielen von vor 100 Jahren vergnügten, da hat der bodenständige Schlierseer, der hier geboren ist, wieder ein wenig Hoffnung geschöpft. „Das war fast wie vor Corona.“ Umso wichtiger ist es ihm, das sein Traumprojekt, das er selbst aufgebaut hat, genau in dieser Form weiterbestehen kann. „Ich sehe mich als Vermittler von Kultur und Geschichte mit allen Sinnen, als ein Dienstleister.“

Das Verhältnis zwischen der Schlierseer Kommunalpolitik und dem wohl berühmtesten Sohn der Gemeinde, Markus Wasmeier ist zwischendurch auch mal angespannt. 

Nina Bautz

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