Marsch, zur Feuerwehr!

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Kommandant Jürgen Höltschl warnt: Die Sicherheit ist nicht mehr gewährleistet.

Wenn’s brennt, wird’s gefährlich: Die Feuerwehr in Spitzingsee ist notorisch unterbesetzt.

Nur sechs aktive Feuerwehrmänner stehen noch zur Verfügung, mindestens zwölf sollten es aber sein. Nun sollen in der Wintersportregion Männer und Frauen zum Dienst am Schlauch zwangsverpflichtet werden. Marsch, zur Feuerwehr!

Die Feuerwehren Schliersee und Neuhaus springen bisher schon als Verstärkung ein, sie brauchen vom Tal aus aber länger als zehn Minuten hoch zum Spitzingsee. „Das ist nicht tragbar, ich übernehme die Verantwortung nicht“, warnt Jürgen Höltschl, Kommandant der Feuerwehr Schliersee. Nun müsse zum äußersten Mittel gegriffen werden: Der Dienstverpflichtung geeigneter Männer und Frauen. „Wir haben keine andere Möglichkeit mehr“, sagt Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer. Das Feuerwehrgesetz schreibe vor, dass eine Pflichtfeuerwehr eingesetzt werden muss, wenn eine Gemeinde keine Freiwilligen zusammenbekommt. Der Gemeinderat stimmte der Maßnahme einstimmig zu.

In einer Ortsteilversammlung sollen die rund 100 Spitzingseer nun über den Beschluss informiert werden. Rund 20 Personen hat die Gemeinde Schliersee in die engere Auswahl genommen: Sie sind 18 bis 60 Jahre alt, leben und arbeiten in Spitzingsee. Sie bekommen bald Post von der Gemeinde. Kommandant Höltschl ist froh, dass jetzt endlich gehandelt wird. Er fürchtet aber, dass so Leute zur Feuerwehr kommen, die keine Lust haben. Auch Kreisbrandrat Michael Röhrl aus Miesbach meint: „Bei einem Hund, den man zum Jagen tragen muss, kommt nicht das Optimale raus.“ Wenn ein Pflicht-Feuerwehrler aus fadenscheinigen Gründen seiner Pflicht nicht nachkommt, könne die Gemeinde Ordnungsstrafen verhängen.

Eine Zwangsverpflichtung zur Feuerwehr gab es laut Wilfried Schober vom Bayerischen Gemeindetag übrigens noch nie. Die Mitgliedszahlen der Feuerwehren seien in den vergangenen Jahren stets gefallen, zuletzt aber wieder angestiegen.

aa, bo

Kalender der Münchner Berufsfeuerwehr für 2009

Der Kalender der Münchner Berufsfeuerwehr für das Jahr 2009. Klicken Sie sich durch die Motive und lesen Sie die dazu gehörigen Geschichten. © Berufsfeuerwehr München
Isarring, Abfahrt Tucherpark: Aus ungeklärter Ursache verlor eine Pkw-Fahrerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug und prallte gegen eine Leitplanke. © Berufsfeuerwehr München
Die Frau wurde dabei nicht eingeklemmt, musste aber vom Rettungsdienst wiederbelebt werden. © Berufsfeuerwehr München
Einsatzkräfte der Feuerwache Schwabing sicherten die Einsatzstelle ab und nahmen ausgelaufenes Öl und Kraftstoff auf. © Berufsfeuerwehr München
Bunzlauer Straße: An einem Gleisbauzug der Deutschen Bahn AG bemerken Arbeiter eine Rauchentwicklung. © Berufsfeuerwehr München
Eine Holzkiste, mit Hydraulikschläuchen und Ersatzteilen beladen, ist in Brand geraten. © Berufsfeuerwehr München
Einsatzkräfte der Münchner Feuerwehr können den Brand, geschützt durch schweren Atemschutz, schnell löschen. © Berufsfeuerwehr München
Frankfurter Ring/Ungererstraße: Nach der Kollision mit einem Pkw durchbricht der Fahrer mit seinem 7,5-Tonner das Sicherheitsgeländer und stürzt sieben Meter tief auf die verlaufenden Gleise der U-Bahn. © Berufsfeuerwehr München
Ein stadtauswärts fahrender U-Bahn-Fahrer erkennt die Situation und leitet die Notbremsung ein. Alle Fahrgäste können die U-Bahn unverletzt verlassen. © Berufsfeuerwehr München
Münzstraße: Der Gastroherd einer Großküche gerät aus ungeklärter Ursache in Brand. © Berufsfeuerwehr München
Unter schwerem Atemschutz dringen Einsatzkräfte der Hauptfeuerwache in die Küche vor und löschen das Feuer mit mehreren CO-2-Löschern. Der Sachschaden ist beträchtlich. © Berufsfeuerwehr München
Ingolstädter Straße: Mischlingshündin "Tami" steckt ihren Kopf zwischen die teilweise freiliegende Wurzel einer abgestorbenen Fichte und hängt darin fest. © Berufsfeuerwehr München
Kollegen der Feuerwache Milbertshofen versuchten, das Tier durch Ausgraben zu befreien, jedoch erst der Einsatz einer Motorkettensäge führte zum Erfolg. © Berufsfeuerwehr München
Der Vierbeiner ertrug die Rettungsarbeiten, trotz unmittelbarer Nähe zur Motorkettensäge, mit erstaunlicher Gelassenheit. © Berufsfeuerwehr München
Truderinger Straße: Bei Rangierarbeiten entdecken Arbeiter der Deutschen Bahn einen rauchenden Gefahrgutcontainer mit Abfallgranulat. © Berufsfeuerwehr München
Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz kühlen mit Wasser und fluten den Inhalt mit Schaum. Das benötigte Löschwasser muss über mehr als einen Kilometer lange Schlacuhstrecke zum Einsatzort geleitet werden. © Berufsfeuerwehr München
Viktor-Scheffel-Straße: Am Kran hängend, verformt sich das Segment einer Baustellenüberdachung und gerät dabei in Schieflage. © Berufsfeuerwehr München
Mit dem Feuerwehrkran und einer Drehleiter... © Berufsfeuerwehr München
... gelingt es der Höhenrettungsgruppe, das Bauteil sicher auf die Straße zu legen. © Berufsfeuerwehr München
Föhringer Wehr: Kurz vor dem Föhringer Wehr... © Berufsfeuerwehr München
... wird von Passanten ein in der Isar treibendes Zelt gesichtet. © Berufsfeuerwehr München
Taucher der Feuerwache 5 bergen es von einem Schlauchboot aus. © Berufsfeuerwehr München
Klinikum Großhadern: Bei einem Leitersturz verletzt sich ein Bauarbeiter... © Berufsfeuerwehr München
... mit einer Aluminiumstrebe. In Zusammenarbeit mit dem OP-Team... © Berufsfeuerwehr München
... beseitigt die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs das noch überstehende Material... © Berufsfeuerwehr München
... mittels Spezialwerkzeug... © Berufsfeuerwehr München
...direkt im Operationssaal. © Berufsfeuerwehr München
Bayerstraße, Hauptbahnhof: Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG befürchten, dass es wegen eines aluminiumbedampften Luftballons zu einem Kurzschluss an einer 15.000-Volt-Leitung kommen kann... © Berufsfeuerwehr München
Die Feuerwache 3 wird alarmiert... © Berufsfeuerwehr München
... und nachdem die Fahrleitung stromlos ist, wird der AUsreisser schnell eingefangen. © Berufsfeuerwehr München
Clemensstraße: Aufgeschreckt durch die starke Rauchentwicklung... © Berufsfeuerwehr München
... auf dem Dach eines sechsgeschossigen Mehrfamilienhauses... © Berufsfeuerwehr München
... alarmieren Passanten die Feuerwehr. Rasch entwickelt sich das Ganze... © Berufsfeuerwehr München
... zu einem offenen Dachstuhlbrand. Rund dreieinhalb Stunden dauern die Löscharbeiten... © Berufsfeuerwehr München
ehe der Einsatzleiter "Feuer aus" melden kann. © Berufsfeuerwehr München
Orleansstraße: Obwohl noch mehrere Straßenzüge entfernt, nehmen die Einsatzkräfte schon bei der Anfahrt starken Brandgeruch wahr. © Berufsfeuerwehr München
Ein heftiges Feuer lodert bereits aus der Wohnungstür und den Fenstern. Den Hausbewohnern ist wegen der massiven Hitze- und Rauchentwicklung der Fluchtweg über das Treppenhaus versperrt. © Berufsfeuerwehr München
Zur Rettung von 20 Nachbarn setzt die Feuerwehr zwei Drehleitern ein. Zeitgleich bringen die Einsatzkräfte mehrere Mieter mit Fluchthauben durch das verrauchte Treppenhaus ins Freie und leiten den Löschangriff mit mehreren Löschrohren ein. Kurze Zeit darauf ist der Brand gelöscht. © Berufsfeuerwehr München

Quelle: tz

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