Wochenend-Überblick

Massenunfälle – zwei Autobahnen dicht

München - Am Wochenende sind wegen Massenunfällen gleich zwei Autobahnen dicht gewesen, in der Oberpfalz gab es Chaos wegen Glatteises: der Überblick.

Samstagfrüh auf Bayerns Autobahnen in den Weihnachtsferien – überall bietet sich das allseits bekannte Bild: Stau, Stau, Stau, Stop-and-Go. Der Grund: der Bettenwechsel in den Wintersportgebieten. Fast gleichzeitig kommt es zu zwei Massenunfällen auf Nord-Süd-Achsen: Auf der A3 zwischen Biebelrieder Kreuz und Rottendorf in Fahrtichtung Frankfurt kracht ein Sattelzug auf ein Stauende. Sieben Autos, die meisten von ihnen gehören Urlaubern, werden ineinandergeschoben. Die Polizei zählt 19 Verletzte, drei von ihnen mit schwereren Blessuren. Der Unfallverursacher (43) muss nicht behandelt werden. Folge des Crashs: Bis in den Nachmittag hinein erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Nur im Schritttempo geht es wenig später auf der A9 nahe Garching dahin, Hier sind vier Autos ineinandergefahren, zehn Menschen erleiden leichte Verletzungen. Wegen der Unfallaufnahme und Bergung kommt es zu einem massiven Rückstau. Glatteis als Ursache der Unfälle schließt die Polizei aus.

Doch in der Nacht auf Samstag sah dies vor allem im Osten anders aus. In der Oberpfalz etwa, wo überfrierende Nässe einige ins Schleudern brachte. Dort zählte die Polizei gut 30 Unfälle mit mindestens sechs Verletzten. In Niederbayern wurden mindestens fünf Menschen bei witterungsbedingten Unfällen verletzt. Auch in Schwaben war es glatt: Dort stürzten zwei Radfahrer und verletzten sich schwer.

Es sind nach dem Wochenende auch drei Todesopfer zu beklagen: Auf der Autobahn 93 bei Schwandorf starb eine Autofahrerin in der Nacht zum Sonntag. Die 30-Jährige hatte die Kontrolle über ihren Seat verloren. Das Fahrzeug krachte in die Leitplanke und überschlug sich mehrfach. Die Fahrerin wurde eingeklemmt und starb in den Trümmern. Getötet wurde auch ein Hund der Frau, ein weiterer überlebte.

Ein Mann verbrannte am Samstagabend am Autobahndreieck Neu-Ulm in seinem Wagen. Er hatte in seinem BMW in einer Kurve die Kontrolle über das Auto verloren. Der Wagen schleuderte gegen ein Verkehrszeichen, stürzte eine Böschung hinab, überschlug sich mehrfach und ging danach in Flammen auf.

Auf der Bundesstraße 14 bei Schnaittenbach in der Oberpfalz verunglückte am Samstag ein 79 Jahre alter Mann tödlich. Er kam aus bislang unbekannter Ursache mit seinem Auto nach links von der Fahrbahn ab. Sein Wagen überschlug sich mehrfach und blieb schließlich im angrenzenden Wald liegen.

tz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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