Missstände angeprangert

Medien: Verstoß gegen Tierschutz in weiteren Schlachthöfen

München - In 20 bayerischen Schlachtbetrieben soll gegen Tierschutzgesetze verstoßen worden sein. Demnach sollen in allen Betrieben Misstände bei der Betäubung der Tiere aufgedeckt worden sein.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks und der Süddeutschen Zeitung verstoßen 20 bayerische Schlachtbetriebe für Schweine gegen das Tierschutzgesetz. Die Missstände bei der Betäubung der Tiere habe eine Doktorarbeit vom März 2016 aufgedeckt; diese liege den Medien vor, teilte der BR am Freitag mit. Tierschutzexperte Matthias Moje vom Max-Rubner-Institut in Kulmbach hat die Dissertation, an der auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit beteiligt war, dem Bericht zufolge ausgewertet - demnach ist es laut dem Fachmann in allen untersuchten Betrieben um den Tierschutz „gar nicht gut bestellt“.

Als Reaktion auf die Berichterstattung erklärte die zuständige Ministerin Ulrike Scharf (CSU), ihr Haus arbeite derzeit an einer „grundlegenden Reform“ der Lebensmittelüberwachung. Zuletzt hatte ein Bericht über Mängel bei Hygiene, Tierschutz und Arbeitsrecht in einem Landshuter Schlachthof für Aufsehen gesorgt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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