Schleierfahnder machen Zufallstreffer

Mercedes weg - und Papa zahlt die Strafe

Raubling - Bei einer Kontrolle auf der A 8 werden Schleierfahnder gleich doppelt fündig. Nur weil sein Vater für ihn 3000 Euro zahlt, muss ein 29-jähriger Geschäftsmann nicht in den Knast. 

Donnerstagnachmittag auf der A 8 bei Raubling. Die bayerischen Schleierfahnder der PI Fahndung Rosenheim stoppten einen Mercedes C200 mit Frankfurter Kennzeichen. Am Steuer saß ein 29-jähriger aus dem Münchner Landkreis. Zunächst stellten die Polizisten fest, dass der 50.000 € teure Firmenwagen seit einem Monat wegen Unterschlagung zur Eigentumssicherung ausgeschrieben war - laut Polizei sehr zur Überraschung des Fahrzeuglenkers. 

Die Fahnder stellten das Auto sicher, der Fahrer wurde eingehend vernommen. Im Laufe der Abklärungen ergab sich für den Geschäftsmann noch ein weit unangenehmerer Sachverhalt. Gegen ihn bestand ein unveröffentlichter Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München I aus dem Jahr 2014 wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz. Es drohte eine sofortige Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt Bernau - für die nächsten 89 Tage. 

Abwenden konnte er dies nur durch sofortige Bezahlung einer Geldstrafe von rund 3000 €. Da er über diesen Geldbetrag nicht verfügte, musste er seinen Vater telefonisch bitten, die geforderte Summe bei der nächstgelegenen Polizeiinspektion in München einzuzahlen. Was dieser für seinen Sohn letztendlich auch tat.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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