Von wegen "dunkelhäutige Männer"

Messer-Angriff auf zwei Jogger war frei erfunden

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Die Verletzten befinden sich im Klinikum Ingolstadt. Doch beim Laufen waren sie am Tattag nicht.

Ingolstadt - Unter mysteriösen Umständen waren vor einer Woche zwei Männer mit Stichverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sie erzählten eine haarsträubende Geschichte, die sich jetzt als Lüge entpuppte.

 Zwei „dunkelhäutige Männer“ sollen es gewesen sein, die vor einer Woche zwei Jogger bei Geisenfeld (Kreis Pfaffenhofen) angegriffen hätten - mit einem Messer. Einer der Jogger schwebte  nach der „Tat“ sogar in Lebensgefahr. Nun stellt sich heraus: Die Story von den vermeintlichen Angreifern mit ausländischen Wurzeln war frei erfunden.

Die zwei 31 und 33 Jahre alten Männer aus Geisenfeld waren schwer verletzt ins Klinikum Ingolstadt gebracht worden, von einem Unbekannten. Doch nicht beim Laufen hatten sie ihre Wunden erlitten, sondern bei einer Auseinandersetzung in einer Manchinger  Wohnung. Messerstecher soll der Besitzer der Wohnung sein. Das fand die Kripo Ingolstadt heraus. Die unbekannte Person, die die beiden Verletzten in das Klinikum fuhr, war dann auch der Mann, die die Messeropfer nach Manching chauffiert hatte. Der Täter, der ein langes Messer verwendet haben muss, wurde wegen eines versuchten Tötungsdeliktes festgenommen.

Zu den Hintergründen des blutigen Kampfes wollten sich die Behörden aber nicht äußern. Es soll sich aber um einen Streit wegen einer Art „Geschäft“ gehandelt haben. Die Aussage über die  angeblich  dunkelhäutigen Täter, die der Leichtverletzte gemacht hatte, ist besonders gemein: An dem Tag der Messerstecherei waren in der Nähe der angeblichen Joggingstrecke die ersten Asylbewerber aus Nigeria in eine Gemeinschaftsunterkunft eingezogen.

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