Nach Sex-Skandal: Finanzaffäre in Diakonienschule

rummelsberg
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Hinter den Mauern der Diakonie-Einrichtung gehen fragwürdige Dinge vor.

Schwarzenbruck/Nürnberg - Die Diakonie-Einrichtung im mittelfränkischen Schwarzenbruck wird erneut von einem Skandal erschüttert.

Der frühere Geschäftsführer Christian Tölken habe für sein Ausscheiden eine Abfindung von 450 000 Euro bekommen, berichteten die “Nürnberger Nachrichten“ (Montag). Tölken wiederum habe der Extra- Zahlung von 2000 Euro monatlich für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Bierlein zugestimmt, der wegen seiner zweifelhaften Psycho-Experimente  im Juni 2008 einen Strafbefehl wegen schwerer Körperverletzung erhalten hatte.

Noch Ende vergangener Woche hatte die Spitze des Sozialkonzerns nur die Zahlungen an Bierlein zugegeben, heißt es in der “NN“. Am Donnerstag habe die Führung der Rummelsberger Anstalten noch einen “Offenen Brief“ verteilt, mit dem Diakone und Diakoninnen eingeschüchtert werden sollten. Wer mit Informationen an die Öffentlichkeit gehe, schade der Arbeit der Anstalten als Ganzes. Bei einer Mitgliederversammlung am Freitag habe der Vorstand die Zahlungen an Tölken jedoch nicht länger verbergen können. Die umstrittenen Boni an Geschäftsführer seien seit 2004 bezahlt worden.

dpa

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