Seine Freunde müssen ihn bergen 

Eitting - Es ist kurz nach 5 Uhr, als sich drei junge Burschen (19, 17 und 16 Jahre alt) nach einer Feier in Eitting (Landkreis Erding) in den schwarzen VW Scirocco setzen.

Sie wollen die kurze Strecke heim nach Reisen fahren. Die Fahrt endet in einem Drama: Der 19-Jährige stirbt, seine Beifahrer werden schwer verletzt. Noch weiß die Polizei nicht, warum der 19-Jährige in einer Linkskurve am frühen Samstagmorgen geradeaus fährt und mit voller Wucht gegen eine Böschung prallt. Das Fahrzeug überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen. Einer der Mitfahrer wird herausgeschleudert, der andere Beifahrer kann sich selbst befreien. Gefunden wird das Wrack nur Minuten später ausgerechnet von einem weiteren Freund, der ursprünglich mitfahren wollte, dann aber doch zu Fuß gegangen ist. Per Handy alarmiert er die Rettungskräfte. Die sind Minuten später zur Stelle.

Schwerer Verkehrsunfall bei Eitting

Schwerer Verkehrsunfall bei Eitting © Herkner
Schwerer Verkehrsunfall bei Eitting © Herkner
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Schwerer Verkehrsunfall bei Eitting © Herkner
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Schwerer Verkehrsunfall bei Eitting © Herkner
Schwerer Verkehrsunfall bei Eitting © Herkner
Schwerer Verkehrsunfall bei Eitting © Herkner

Die Feuerwehren Eitting und Reisen eilen ebenso herbei wie drei Rettungswagen vom BRK Dorfen und Erding. Die Männer können dem 19-Jährigen nicht mehr helfen. „Wir haben eine Stunde um das Leben des Fahrers gekämpft. Doch alle Reanimationsversuche waren leider vergebens“, sagt BRK-Einsatzleiter Martin Gräbe dem Erdinger Anzeiger. Der junge Mann stirbt noch an der Unfallstelle. Die beiden Mitfahrer kommen schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser. Für die Feuerwehrler war es ein belastender Einsatz. „Viele jüngere Kameraden haben die Opfer gekannt“, berichtet Eittings Zweiter Kommandant Alfred Badmann. „So mancher Helfer zog sich von der Einsatzstelle zurück. Wir haben jedem freigestellt, sich zu beteiligen. Die Rettung fällt sehr schwer, wenn man persönlich bekannt ist.“

Auch die Eltern der Verletzten tauchen an der Unfallstelle auf und müssen wie der junge Mann, der als Erster an vor Ort war, betreut werden. Dazu wird das Kriseninterventionsteam alarmiert. Badmann: „Ich glaube, das hat allen geholfen, aber wir werden die Kameraden im Auge behalten.“ Den Hergang muss nun ein Gutachter ermitteln. Polizei- und Rettungsdienstangaben zufolge gibt es derzeit keinen Hinweis auf Alkohol.

Hans Moritz

Rubriklistenbild: © Herkner

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