Verletzte und hoher Schaden bei Bränden in Bayern

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Zum Glück kam bei den Bränden niemand ums Leben.

München/Nürnberg - Bei Bränden sind am Wochenende in Bayern mindestens sechs Menschen verletzt worden. Der Schaden summiert sich auf rund eine halbe Million Euro.

Glück im Unglück hatten die Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Sonntag in Bamberg. Das Feuer im Kinderzimmer einer Wohnung im Erdgeschoss des sechsstöckigen Gebäudes hatte den Bewohnern der darüberliegenden 20 Wohnungen wegen der starken Rauchentwicklung zunächst den Fluchtweg über das Treppenhaus abgeschnitten. Die Polizei hatte bereits einen Rettungshubschrauber angefordert, um die rund 40 Bewohner über das Dach zu retten. Nachdem die Feuerwehr die Flammen gelöscht und das Treppenhaus gelüftet hatte, konnten die Bewohner das Haus jedoch auf dem normalen Weg verlassen. Eine 40 Jahre alte Mutter und ihre dreijährige Tochter sowie vier weitere Bewohner wurden mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden beträgt nach Angaben der Polizei rund 50 000 Euro. Die Brandursache ist noch unklar.

Kurz zuvor hatte ein Feuer in einer Doppelhaushälfte in Arzberg (Landkreis Wunsiedel) einen Schaden von rund 100 000 Euro verursacht. Der 72 Jahre alte Hausbewohner konnte vor den Flammen ins Freie fliehen. Seine ein Jahr jüngere Ehefrau war zu dem Zeitpunkt in der Kirche. Das Feuer war vermutlich in der Küche im Erdgeschoss ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar.

Ein Brand in einer Gießerei in Beilngries (Landkreis Eichstätt) richtete am Freitagabend rund 200 000 Euro Schaden an und legte die Stromversorgung eines Wohngebietes vorübergehend lahm. Ein Fabrikraum brannte komplett nieder. Auch die Aggregate in einem angrenzenden Traforaum wurden in Mitleidenschaft gezogen. Der Traforaum gehört einem Energieversorger, der die sogenannte Weinbergsiedlung in Beilngries mit Strom beliefert. Das Unternehmen installierte ein Notstromaggregat. Verletzt wurde niemand. Als Brandursache vermutet die Polizei einen technischen Defekt.

In Eschenbach (Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab) wurde am Sonntag ein Kleintierzüchterheim ein Raub der Flammen. Die Feuerwehr konnte das Gebäude nur noch kontrolliert abbrennen lassen. Die Einsatzkräfte verhinderten aber ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Wald und einen Flüssiggasbehälter. Verletzt wurde niemand. Der Schaden beträgt nach Angaben der Polizei rund 100 000 Euro.

dpa

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