Tarifstreit

IG Metall erhöht Druck und hofft auf Donnerstag

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Wie hier in Dortmund legten am Dienstag bundesweit Zehntausende Metaller die Arbeit nieder.

München/Köln - Es wird weiter gestreikt bei der IG Metall. Allein in Bayern legten 75 Betriebe die Arbeit nieder. Die Hoffnungen liegen nun auf Donnerstag.

Die IG Metall machte am Dienstag noch mal ordentlich Druck mit Warnstreiks: Allein in Bayern waren Beschäftigte in 75 Betrieben der Elektro- und Metallindustrie zu Arbeitsniederlegungen aufgefordert. Tausende waren dabei und unterstützten die Gewerkschaftsaktionen quer durch die Republik.

Die Musik spielte zunächst in Köln. Nach einer deutlichen Annäherung bei den Gesprächen am Montagabend entschied der Gewerkschaftsvorstand am Dienstag, dass am Donnerstag in NRW, dem mitgliederstärksten Bezirk, in einer fünften Runde weiter verhandelt wird. Die Warnstreiks würden bis dahin „im geplanten Umfang weitergeführt“, erklärte IG-Metallchef Jörg Hofmann. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld innerhalb einer einjährigen Laufzeit. Die Arbeitgeber haben für 24 Monate Entgelterhöhungen in zwei Stufen angeboten, die sich auf 2,1 Prozent summieren – dazu soll es eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent geben.

Die Tarife für Deutschlands wichtigsten Industriezweig mit 3,8 Millionen Beschäftigten werden immer zuerst regional verhandelt. Im Laufe der Gespräche kristallisiert sich ein Pilotbezirk heraus, dessen Abschluss auf die anderen Tarifgebiete übertragen wird.

„Wir verhandeln über ein Gesamtpaket aus Lohnzahl, Laufzeit und differenzierender Wettbewerbskomponente“, sagte Arbeitgeber-Verhandlungsführer Arndt Kirchhoff. Der tarifpolitische Werkzeugkasten sei weit geöffnet, man könne also u. a. auch über Ausnahmeregeln für schwache Unternehmen oder längere Laufzeiten reden. Der IGM-Verhandlungsführer Knut Giesler warnte vor zu viel Euphorie.

BW

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