Minister warnt: Zecken werden wieder aktiv!

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Zecken werden wieder aktiv!

München - Sobald jetzt im Frühjahr die Temperaturen steigen, lauern Zecken in Büschen und Gräsern wieder auf Beute – und jeder dritte Biss birgt die Gefahr einer schweren Krankheit!

35 Prozent der Holzböcke tragen die gefährliche Infektionskrankheit Borreliose in sich. 10 000 Menschen erkranken pro Jahr in Bayern – auch Fußball-Star Bastian Schweinsteiger war ein Opfer. Jede 20. Zecke kann ihr Opfer sogar mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infizieren, an der 2007 im Freistaat 109 Menschen erkrankt sind. In Bayern sind 74 von 96 Kreisen als Risikogebiete ausgewiesen. Bayerns Gesundheitsminister Otmar Bernhard rät daher dringend zu einer Impfung.

Schon jetzt sollte man beim Spaziergang im Wald oder Park vorsichtig sein und auf den Wegen bleiben. Denn die Zecken sind vor allem im Unterholz, an Waldrändern und im hohen Gras aktiv. Sie werden im Vorbeigehen abgestreift. Allerdings lassen sich die Tiere nicht auf jeden Wirt ein. „Sie müssen seinen Geruch mögen“, erklärt der LMU-Zeckenexperte Prof. Dr. Kurt Pfister. Ausschlaggebend ist dabei die individuell Mischung von Kohlendioxid, Amino- und Buttersäure, die jeder Menschen ausströmt.

Da es keinen 100-prozentigen Schutz vor Zecken gibt, ist es wichtig, sich nach einem Aufenthalt in der Natur abzusuchen. Hat sich eines der Tiere in die Haut gebohrt, sollte man es schnell entfernen und die Bissstelle beobachten. Von Methoden wie Beträufeln mit Olivenöl oder Klebstoff hält Professor Pfister nichts. Er rät dazu, das Tier mit einer Pinzette aus der Haut zu drehen.

Zeckensaison hat begonnen

Kaum wird es ein paar Grad wärmer, schon lassen sich die ersten Zecken blicken. Aus diesem Grund sind Gesundheitsminister Otmar Bernhard und Prof. Kurt Pfister von der LMU im Englischen Garten auf Zeckenjagd gegangen. Auf der Informationsveranstaltung warnten sie vor den Gefahren von Zeckenbissen und zeigten, wie man sich richtig schützt. Uwe Niederdraing und Philipp-Moritz Jenne berichten.

Wie verbreitet die Zecken auch im Münchner Raum sind, wollten der Experte und der Minister gestern im Englischen Garten zeigen. Mit weißen Tüchern bewaffnet streiften sie über Büsche und Unterholz. Witterungsbedingt war aber kein Holzbock zu finden. Bei Temperaturen ab 15 Grad und einer Luftfeuchtigkeit um 80 Prozent jedoch werden die Krabbler wieder aktiv. stw.

Quelle: tz

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