Verging er sich an Ministranten?

Missbrauchsvorwürfe gegen Pfarrer werden während Messe bekannt

Pfaffenhofen an der Ilm - Der Stadtpfarrer von Pfaffenhofen  steht unter Missbrauchsverdacht. Das wurde während des Fronleichnams-Gottesdienstes bekannt, die Prozession wurde abgesagt.

Hat Peter W. (49), der Stadtpfarrer von Pfaffenhofen an der Ilm Kinder sexuell missbraucht? Dieser ungeheuerliche Verdacht sorgte am gestrigen Donnerstag im Fronleichnams-Gottesdienst der Gemeinde St. Johannes Baptist von Pfaffenhofen für einen handfesten Eklat. Generalvikar Harald Heinrich gab die Amtsenthebung von Stadtpfarrers bekannt. Die Prozession wurde abgesagt. „Die sofortige Freistellung bedeutet keine Vorverurteilung seitens des Bistums“, betonte Heinrich.

"Wir ermitteln gegen einen katholischen Geistlichen aus dem Raum Pfaffenhofen", bestätigte Polizeihauptkommissar Peter Grießer vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord auf Nachfrage von Bild. Gleichzeitig betonte er: "Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen, mögliche Geschädigte und der Beschuldigte müssen noch vernommen werden."

Der Grund für die Ermittlungen und die Amtsenthebung soll eine Anzeige der Missbrauchsbeauftragten des Bistums Augsburg sein, in dem Mitte März ein anonymes Schreiben eingegangen sein soll. Darin soll dem Stadtpfarrer der Missbrauch von Ministranten unterstellt worden sein. Ein Gemeindemitglied wird mit den Worten zitiert: "Die Hälfte der 100 Ministranten hat den Dienst quittiert."

Der Pfarrer war erst vor 14 Monaten nach Pfaffenhofen gekommen und hatte schon zum Ende August hin wieder seinen Rücktritt eingereicht. Zwischen ihm und Ehrenamtlichen in der Pfarrei war es wiederholt zu Konflikten gekommen. Vor allem der raue Umgangston von Peter W. solle immer wieder für Unmut gesorgt haben.

Rubriklistenbild: © dpa

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