Nächtlicher Einsatz

Dank Wärmebild-Kamera: Hier nimmt die Polizei drei Diebe fest

Polizei erwischt Bootsmotoren-Diebe auf frischher Tat mit Wärmebildkamera aus Helikopter.
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Polizei erwischt Bootsmotoren-Diebe auf frischher Tat mit Wärmebildkamera aus Helikopter. Hier verstecken sich die Diebe hinter dem Boot, zwei Köpfe sind sichtbar. 
Polizei erwischt Bootsmotoren-Diebe auf frischher Tat mit Wärmebildkamera aus Helikopter.
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Die Täter ergeben sich und nähern sich den Beamten am Ufer. 
Polizei erwischt Bootsmotoren-Diebe auf frischher Tat mit Wärmebildkamera aus Helikopter.
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Die Bande im Wasser mit erhobenen Händen.
Polizei erwischt Bootsmotoren-Diebe auf frischher Tat mit Wärmebildkamera aus Helikopter.
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Die Festnahme der Täter.
Polizei erwischt Bootsmotoren-Diebe auf frischher Tat mit Wärmebildkamera aus Helikopter.
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Die Festnahme der Täter.

Eine Diebesbande will Bootsmotoren am Chiemsee klauen. Doch die Aktion fällt ins Wasser. Die Polizei rückt mit mehreren Streifen, einem Helikopter und einer Wärmebild-Kamera an. 

Gstadt am Chiemsee - Ziemlich überrascht dürfte ein mutmaßliches Diebestrio am - oder besser gesagt: im Chiemsee gewesen sein. Die Männer im Alter zwischen 25 und 47 Jahren wollten in der Nacht zum Freitag zwei Bootsmotoren klauen. Die Aktion fiel - gemeinsam mit den Männern - ins Wasser. Die Polizei rückte mir mehreren Beamten und einem Hubschrauber mir Wärmebildkamera an - zum Schreck der Diebe. 

„Edelweiß“ in dunkler Nacht

Auslöser für den nächtlichen Einsatz war der Anruf eines Werftbetreibers aus Gstadt (Landkreis Rosenheim). Gegen 1.40 Uhr bemerkte dieser, dass sich zwei an seinem Werftgelände festgemachte Motorboote dort nicht mehr befanden. Polizisten aus Prien machten sich auf den Weg und alarmierten weitere Einsatzkräfte der umliegenden Dienststellen der nördliche Chiemseeregion. Sogar ein Hundeführer, eine Streife der Bundespolizei und der mit einer Wärmebildkamera bestückte Helikopter „Edelweiß“ kamen zum Chiemsee.

Flucht durch den Chiemsee

Als der Helikopter dann die Wasseroberfläche mit Licht ableuchtete, staunten die Diebe nicht schlecht. Die hatten zwischenzeitlich die zwei geklauten Motorboote auf die freie Wasserfläche hinaus gezogen. Dort wollten sie, teilt die Polizei mit, die Außenborder lösen und im weiteren Verlauf in ein am Ufer bereitgestelltes Fahrzeug einzuladen. Doch aus dem Plan wurde nichts. Die Polizei entdeckte das Trio im Wasser. Zwei der Männer versuchten zu fliehen. Als sie in den Lichtschein des Hubschraubers kamen, versteckten sie sich hinter einer Boje. Der andere Täter suchte hinter einem Segelboot Schutz. Das Fluchtfahrzeug hatten die Beamten bereits entdeckt und gesichert; den Uferbereich sowie ein Waldstück umstellt. Gegen 3.15 Uhr gaben die Täter auf, die Polizei konnte die drei rumänischen Staatsangehörigen widerstandslos festnehmen. 

Diebestouren an deutsche Seen

Die weiteren Ermittlungen führt das für Grenzdelikte zuständige Fachkommissariat der Kripo Traunstein weiter. Inwieweit die Männer für andere Taten verantwortlich sind, wird ebenfalls ermittelt, sagt ein Sprecher der Polizei.

Immer wieder versuchen vor allem reisende Tätergruppen aus Osteuropa mit dem Diebstahl von Bootsmotoren an bundesdeutschen Ausflugsseen schnelles Geld zu machen. Eine derartige Diebestour sei nach Polzeiangaben „lukrativ“, denn Außenborder gelten generell als hochpreisig. In der Vergangenheit war es insbesondere den Schleierfahndern der Bayerischen Polizei immer wieder gelungen, derartige Transporte von geklauten Motoren auf den Reise- und Transportrouten zu stoppen.

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