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Bergwacht rettet Kater aus Felswand – „Moro“ legt sogar den Zugverkehr lahm

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Ende gut, alles gut: Kater „Moro“ überstand seinen kleinen Ausflug unverletzt.
Ende gut, alles gut: Kater „Moro“ überstand seinen kleinen Ausflug unverletzt. © Bergwacht Frankenjura

Ein Kater kommt in Neuhaus an der Pegnitz nicht mehr von einem Felsvorsprung herunter. Die Bergwacht muss anrücken und der Zugverkehr wird lahmgelegt.

Neuhaus an der Pegnitz – So niedlich und liebenswert die meisten Haustiere auch sind, können sie ihre Besitzer ganz schön auf Trab halten und ihnen mitunter sogar die Nerven kosten. Denn manchmal wird ihnen ihre verspielte und etwas tollpatschige Natur zum Verhängnis. So brachte sich ein Kater nahe des mittelfränkischen Neuhaus an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) nicht nur selbst in Gefahr und hinterließ Sorgenfalten bei seiner Besitzerin, sondern verursachte auch einen Großeinsatz von Feuerwehr und Bergwacht.

Neuhaus an der Pegnitz: Kater „Moro“ versteckte sich in einer Höhle hinter einem Felsvorsprung

Am Freitagmorgen wurde die Freiwillige Feuerwehr Neuhaus-Pegnitz zunächst zur Tierrettung gerufen. Der Kater „Moro“ war irgendwie auf einen Felsvorsprung gelangt, von dem er aber nicht mehr von selbst herunterkam. Ein Versuch, das Tier in ein Körbchen mit Futter zu locken und es darin abzuseilen, misslang. „Moro“ fiel nicht auf die „Falle“ rein. Im Gegenteil: Der Kater wurde offensichtlich verschreckt und verkroch sich in einen Hohlraum hinter dem Felsvorsprung. Die Rettung mit einer Drehleiter sei ebenfalls nicht möglich gewesen.

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Neuhaus an der Pegnitz: Bergwacht Frankenjura muss anrücken und kann „Moro“ retten

Am nächsten Morgen rückte also die Bergwacht mit fünf Männern an, nachdem ein Mann auf die Bergwacht zugekommen sei, wie Benjamin Grund, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Lauf-Hersbruck, auf Nachfrage von Merkur.de mitteilte. Erschwert wurde die Rettungsaktion durch die Lage des Einsatzortes, denn der Felsvorsprung befand sich in unmittelbarer Nähe zur Bahnstrecke. Diese wurde folglich für 20 Minuten vorübergehend gesperrt, sodass die Bergwacht sicher und ungestört zu Werke gehen konnte. „Wir haben oben am Fels eine Befestigung gebaut und David (David Bierwagen von der Bergwacht, Anm. d. Red.) von dort abgeseilt“, sagte Grund. Solche Einsätze seien mehr oder weniger Routine für die Bergwacht, wichtig sei immer, einen Fixpunkt – beispielsweise einen großen Baum – zu finden. „Moro“ wollte anfangs allerdings nicht kooperieren.

Irgendwann kam der Kater aber doch aus seiner kleinen Höhle raus und wurde auf dem Arm seines Retters wieder auf den Boden gebracht. Die Bergwacht konnte „Moro“ unverletzt an seine Besitzerin übergeben. Diese war natürlich überglücklich, ihren Kater wiederzuhaben, wie ein Foto der Bergwacht mit ihr, Bierwagen und dem Ausbüchser dokumentierte. Außer der Angst um ihren Streuner hatte der Ausflug ihres Katers für die Besitzerin keine weiteren Folgen, denn: „Solche Sachen machen wir kostenlos.“ Grund sagte weiter, dass die Tiere bei solchen Vorfällen in der Regel schon vor der Feuerwehr gerettet werden können. (jg)

Ein Kater aus Nürnberg wartet unterdessen wegen einiger erschwerender Charaktereigenschaften schon seit über einem Jahr auf neue Besitzer.

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