Vermisstes Kind bei sich

Ticket-Kontrolle: Mann bedroht Familien der Bahn-Mitarbeiter

Moosburg - Wegen eines beanstandeten Fahrausweises tickte ein 28-Jähriger aus. Er attackierte zwei Zugbegleiter und bedrohte deren Familien. Mit dem Fall befasst sich nun nicht nur die Polizei.

Ein 28-Jähriger aus Sierra Leone griff am Donnerstagvormittag zwei Zugbegleiter im RE 4063 körperlich an und verletzte einen dabei leicht. Die beiden Mitarbeiter der Deutschen Bahn (28 und 49) kontrollierten gegen 10:15 Uhr im RE 4063 auf dem Weg von Passau nach München.

Als die Zugbegleiter den Fahrausweis des 28-Jährigen beanstandeten (unvollständig ausgefülltes Bayernticket), kam es zum Streit. Erst wurde der Westafrikaner verbal aggressiv, dann drohte er den DB-Mitarbeitern Repressalien gegen deren Familien an. Die Situation eskalierte unter anderem wegen Verständigungsschwierigkeiten, nachdem sich der Westafrikaner geweigert hatte, seinen Ausweis vorzuzeigen. Der Sierra Leoner stieß beide Kontrolleure im Doppelstockwagen gegen ein Geländer. Dabei erlitt der 28-jährige Zugbegleiter eine Verletzung am Finger.

Der RE 4063 bekam durch den Vorfall erhebliche Verspätung. Bei der Ankunft in München nahm sich die Bundespolizei des Vorfalles an. Der Westafrikaner befand sich in Begleitung eines 15- jährigen Somaliers. Dieser war als vermisst gemeldet und wurde dem Jugendamt zugeführt. Den Sierra Leoner erwartet nun eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung und Nötigung.

dor

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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