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Moschee darf doch gebaut werden

Nürnberg - Anwohner haben gegen eine Moschee geklagt - die hat das Verwaltungsgericht jetzt abgelehnt. Die Moschee darf voraussichtlich also gebaut werden - außer, die Kläger lassen nicht locker.

Eine von Anwohnern abgelehnte Moschee in Nürnberg darf aller Voraussicht nach doch gebaut werden. Eine Klage von Nachbarn gegen die Neubaupläne hat das Verwaltungsgericht Ansbach am Dienstag abgelehnt. „Der mit der Moschee verbundene Lärm und Verkehr ist nicht so, dass dadurch Nachbarrechte verletzt werden“, begründete der Kammervorsitzende Jürgen Wünschmann die Entscheidung.

Zum einen sei das Gotteshaus mit genügend Abstand zum benachbarten Wohnblock geplant worden, zum anderen seien auf dem Gelände ausreichend Parkplätze für Moschee-Besucher vorgesehen. Zudem habe die Stadt dem Moschee-Verein zur Auflage gemacht, dass Veranstaltungen im Freien mit Rücksicht auf die Nachbarn bis spätestens 20.00 Uhr beendet sein müssten, erklärte der Richter. Bei Abendveranstaltungen im Gebäude müssten die Fenster geschlossen bleiben. Gegen das Urteil ist allerdings Berufung möglich.

Bereits im Laufe der rund eineinhalbstündigen Verhandlung hatte das Gericht deutlich gemacht, dass es den beiden eingereichten Klagen kaum Erfolgschancen einräume. Ein Wohnungsunternehmen zog seine Klage darauf zurück. Eine Eigentümergemeinschaft hielt - auch wegen bindender Beschlüsse des Gremiums - an ihrer Klage fest.

Die Anwohner hatten argumentiert, Besucher der im Süden Nürnbergs gelegenen Moschee kämen aus dem weiten Umkreis. Dadurch drohe eine große Verkehrs- und Lärmbelastung. Die Straßen des gesamten Wohnviertels würden mit Autos der Besucher zugeparkt. Auch baulich füge sich die Moschee - die erste in der Stadt mit einem Minarett - nicht in die Umgebung ein. Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde hatte versichert, dass der Moscheeturm nur „symbolische Bedeutung“ haben werde und nicht mit Lautsprechern für Gebetsrufe ausgestattet würde.

Wie alles angefangen hat, lesen Sie hier und hier.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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