Verhandlungen gehen weiter

Nach Bahn-Warnstreik: Auch am Dienstag erhebliche Einschränkungen - damit müssen Pendler rechnen

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Bahnreisende warten auf dem Hauptbahnhof München. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat nach abgebrochenen Tarifgesprächen zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. (Symbolbild)

Die Tarifverhandlungen sind vorerst gescheitert. Die Gewerkschaft EVG organisierte für den Montagmorgen einen Warnstreik. Der Berufsverkehr ist auch am Dienstag noch betroffen.

Warnstreik der Bahn - die wichtigsten Infos

  • Die Gewerkschaft EVG hat am Montag von 4 bis 9 Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen. 
  • Die Deutsche Bahn stellte den Fernverkehr ein, in Bayern fiel auch fast komplett der Regionalverkehr aus. 
  • Im Raum München waren auch die S-Bahnen massiv betroffen. 
  • Weil auch die Fahrdienstleiter am Streik teilnahmen, betraf die Lahmlegung auch die Züge privater Betreiber. 
  • Auch am Dienstag kommt es noch zu Zugverspätungen und - ausfällen.

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06.13 Uhr: Wegen logistischer Probleme infolge des bundesweiten Bahn-Warnstreiks vom Montag kommt es auch am Dienstag noch zu einzelnen Zugverspätungen und -ausfällen im Fernverkehr. Dies sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn der Deutschen Presse-Agentur am Morgen. Der Grund: Züge und Personal seien nach dem vierstündigen Warnstreik am Montagmorgen nicht dort, wo sie nach Fahrplan sein sollten. Reisende sollten deshalb kurz vor ihrer Fahrt checken, ob und wann ihr Zug tatsächlich fährt. Der Regional- und S-Bahn-Verkehr soll laut dem Sprecher nach Fahrplan fahren.

Am Dienstag gehen die Verhandlungen weiter, nachdem sie die Gewerkschafter am Wochenende abgebrochen hatten.

Video: Diese Rechte haben Reisende beim Bahnstreik

Das waren die Meldungen vom Montag

Update um 17.50 Uhr: Nach dem Ende der Warnstreiks bei der Deutschen Bahn hat sich der Zugverkehr am Montagnachmittag wieder weitgehend stabilisiert. Wie die Bahn mitteilte, gab es bei den S-Bahnen nur noch "kleinere Verspätungen". Im Fern- und Regionalverkehr könne es noch bis in den Abend zu einzelnen Verspätungen und Zugausfällen kommen. Für Dienstagmorgen rechnet die Deutsche Bahn bundesweit mit einem fahrplanmäßigen Zugverkehr.

Update um 16.21 Uhr: Der Bundesvorsitzende der Lokführer-Gewerkschaft GdL, Claus Weselsky, hat das Verhalten der Deutschen Bahn während des Streiks der Konkurrenz-Gewerkschaft EVG hart kritisiert. Dass die DB sich dafür entschieden habe, den Fernverkehr bundesweit einzustellen, "halte ich für unverantwortlich gegenüber den Kunden", sagte er dem "Münchner Merkur". Die Alternative wäre es gewesen, einen Notfallfahrplan aufrecht zu erhalten. Das sei bei den früheren Streiks der GdL üblich gewesen, diesmal aber unverständlicherweise unterblieben.

Die GdL geht am morigen Dienstag in Eisenach mit der Deutschen Bahn letztmals an den Verhandlungstisch. "Wir verhandeln ab 8 Uhr mit open end". Es gehe bisher "schleppend, aber es geht voran". Auch falls keine Einigung gelingen sollte, könne er versprechen, dass die GdL vor Weihnachten nicht streiken werde. "Das haben wir auch früher so gehalten."

Update um 15.20 Uhr: Auf der Strecke zwischen Weilheim und München waren die Pendler am Montag nicht nur wegen des Streiks geplagt: Beim Passieren eines LKW an einem Bahnübergang in Wilzhofen bei Weilheim kam es um ca. 11.20 Uhr zu einem Kurzschluss in der Oberleitung. Nach Überprüfung der Oberleitung wurde der Strom wieder eingeschaltet und der Zugverkehr ab ca. 12.30 Uhr wieder aufgenommen. So meldet es die Bahn. Während der Sperrung waren Busse im Schienenersatzverkehr im Einsatz.

Update um 14.08  Uhr:Die Verweigerungshaltung, die am Streiktag so mancher Taxifahrer gegenüber gestrandeten Pendlern zeigte, sorgt für viel Ärger. Taxlerin Tina Sluka (48) aus Freising kann angesichts dieses Verhaltens nur den Kopf schütteln: „Ich fahre grundsätzlich überall hin, so lange es machbar ist“, erklärte sie: „Wenn’s sein muss, bis vor die Haustür.“ Und sie ergänzt: „Wir Taxifahrer haben grundsätzlich eine Beförderungspflicht. Das vergessen viele.“ (mia/sv)

Update um 12.50 Uhr: Der Bahnstreik hätte 400 Grundschüler aus dem Raum Ismaning beinahe um ihr Nikolaus-Geschenk gebracht - den Besuch eines Theaterstücks am Montagvormittag. Nach einem Anruf organisierte der Radiosender Antenne Bayern auf die Schnelle Bus-Sonderfahrten. Nach einem Telefonat des Senders mit dem Theater warteten die Darsteller auch noch bis die Kinder da waren.

Nach Bahnstreik: Im Raum Weilheim läuft es noch nicht rund

Update um 11.45 Uhr: Es läuft immer noch nicht rund: Der Zug aus Weilheim nach München um 11.19 Uhr ist wieder nicht gefahren. Der Grund ist diesmal ein Oberleitungsschaden zwischen Weilheim und Tutzing. Auch der nächste Zug wird nicht fahren. Ein Schienenersatzverkehr soll eingerichtet werden.

Rund 400 Fahrdienstleiter im Großraum München beteiligten sich am Bahnstreik

Update um 11.40 Uhr: Am Streik haben sich im Münchner Großraum etwa 400 Fahrdienstleiter beteiligt, sagt EVG-Sprecher Isidoro Peronace. "Es tut uns natürlich leid um die Fahrgäste. Aber uns blieb nichts anders übrig. Ein Streik ist das einzige Druckmittel, das wir haben."

Taxifahrer-Frust nach dem Bahnstreik

Update um 11.10 Uhr: Viel Frust gab es auch im Raum Fürstenfeldbruck. Dort sollen sich Taxifahrer geweigert haben, Pendler nach München zu fahren. Der Grund: Die Straßen nach München waren komplett dicht, ein rasches Durchkommen also aussichtslos. 

Warten auf einen Bus zum Flughafen. 

Besonders nervenaufreibend war der Morgen auch für die Reisenden, die ihre Flieger erwischen mussten. Zahlreiche Urlauber warteten am Hauptbahnhof auf einen Bus zum Flughafen, nachdem der Streik den Zugverkehr lahmgelegt hat. 

Falsche Info sorgt für Riesenwut bei Erdinger S-Bahnkunden

Update um 10.50 Uhr: Auch auf der Bahnstrecke München-Mühldorf ging bis 9 Uhr gar nichts. Die Südostbayernbahn hatte noch in der Nacht mitgeteilt, dass mit einem Totalausfall ihrer Züge gerechnet werden müsse. Die S 2 von Erding nach München fuhr am Morgen nur nach dem Zufallsprinzip. Die Bahn hatte im Internet verkündet, einzelne Züge würden bis München-Riem fahren. Die wenigen Triebwagen, die verkehrten, endeten aber bereits in Markt Schwaben. Entsprechend wütend waren die Betroffenen. Mehr dazu hier auf Merkur.de.

Alle Linien der Münchner S-Bahn haben Zugverkehr nach Streik wieder aufgenommen

Update um 10.40 Uhr: Nach Ende des Warnstreiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) rollt der Zugverkehr in Bayern wieder an. Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass es bis in den Nachmittag hinein zu Verspätungen und einzelnen Ausfällen kommen kann, da sich die ausgefallenen Züge in vielen Fällen nicht an den benötigten Einsatzorten befinden.

Derzeit arbeitet die DB in Bayern daran, den Zugverkehr schrittweise wieder aufzunehmen. Der Fokus liegt auf den Hauptverkehrsstrecken des Fernverkehrs. 

Bei der S-Bahn München ist der Zugverkehr inzwischen wieder auf allen Linien aufgenommen. Allerdings wird es noch dauern, bis die Züge nach Takt fahren. Auf der Linie S 2 ist ein S-Bahn-Pendelverkehr zwischen Dachau und Altomünster sowie zwischen München Laim und Petershausen eingerichtet. Auf den Außenästen kann es zu vorzeitigen Zugwenden und Teilausfällen kommen.

Ausgerechnet zum Bahnstreik war die Wartelounge am Münchner Hauptbahnhof geschlossen

Update um 10.10 Uhr: Und auch das ist ein Aufreger am Rande des Warnstreiks. Die Wartelounge am Münchner Hauptbahnhof ist zu! So haben gestrandete Reisende und Berufspendler nicht mal die Möglichkeit, sich hier aufzuwärmen und auszuruhen. Einen Grund für die Schließung konnte ein DB-Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion nicht nennen.

Die Wartelounge für Kunden am Münchner Hauptbahnhof ist zu - obwohl viele Reisende ihn ausgerechnet am Streiktag gerne aufgesucht hätten. 

Die aktuelle Situation am Münchner Hauptbahnhof: Lange Schlangen vor dem Info-Schalter der Reiseauskunft. Und wieder brauchen die Kunden viel Geduld. Noch herrscht viel Chaos und Verwirrung. Es wird weitere Stunden dauern, bis die Züge wieder halbwegs nach Plan fahren, besonders im Fernverkehr. 

Lange Schlangen vor dem Info-Schalter am Münchner Hauptbahnhof.

Währenddessen kommen die ersten Pendler mit Regionalzügen aus dem Münchner Umland an. Die Züge sind erwartungsgemäß voll. 

Nach dem Warnstreik kommen die ersten Züge in München an. 

Ausgerechnet die Bahn-Konzernleitung regt sich über fehlende Informationen auf

Update um 10 Uhr: Es klingt paradox, aber die Konzernleitung der Deutschen Bahn ärgert sich über etwas, was auch die Kunden immer wieder nervt - besonders am Streikmorgen. Es fehlten nämlich Informationen in den Bahnhöfen. Es sei „besonders ärgerlich“, teilte der Konzern mit, dass zum Teil auch die Reise- und Ansagezentren bestreikt wurden. Von dem Ausstand waren auch die Informationssystem auf bahn.de betroffen. Neben der Wartezeit und der Verspätung am Morgen nervte viele Kunden, dass sie im Regen stehen gelassen wurden.

Update um 9 Uhr: Die Gewerkschaft EVG beendete nun den Warnstreik. Es wird aber noch Stunden dauern, bis sich der Bahnverkehr normalisiert hat. 

Durch den Bahnstreik: Stau und zäher Verkehr auf den Straßen 

Update um 8.40 Uhr: Um es in die Arbeit zu schaffen, nehmen viele Pendler heute das Auto. Das führt logischerweise dazu, dass es sich auf den Straßen rund um München extrem staut. Es kommt laut aktuellen Verkehrsmeldungen derzeit zu stockendem Verkehr auf vielen Straßen - auch hier brauchen Pendler also viel Geduld. 

Laut ADAC gab es auf knapp 100 Kilometer in Bayern Stau, besonders die Münchner Region war stark betroffen.

Spar- und Fernverkehrtickets behalten Ihre Gültigkeit - Zugbindung aufgehoben

Update um 8.25 Uhr: Wegen des Warnstreiks der Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bei der Deutschen Bahn kommt es auch in den Netzen Meridian, BOB und BRB zu erheblichen Einschränkungen. Dadurch, dass ebenfalls die DB Netz AG – die für die Infrastruktur verantwortlich ist – bestreikt wird, können die Züge der privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht wie gewohnt fahren. „Wir bedauern sehr, dass unsere Kunden von den Auswirkungen des Streiks so massiv in Mitleidenschaft gezogen werden, obwohl wir gültige Tarifabschlüsse haben“, erklärt Fabian Amini, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH und der Bayerischen Regiobahn GmbH.

Auch der Güterverkehr ist durch den Warnstreik erheblich eingeschränkt. 

Die Gewerkschaft EVG ist zufrieden. „Die Streikbeteiligung ist hoch“, heißt es. In den großen Bahnhöfen werden teilweise auch die Reise- und Ansagezentren bestreikt.

Die DB hat für Spar- und Supersparpreis-Tickets die Zugbindung aufgehoben. Alle Fernverkehrstickets mit Gültigkeit für den heutigen Tag behalten ihre Gültigkeit bis Sonntag, 16. Dezember. Die DB empfiehlt Kunden im Fernverkehr, die flexibel reisen können, auf den morgigen Tag auszuweichen.

Die DB erstattet Tickets und Reservierungen kostenlos, wenn streikbedingt die Reise nicht wie geplant möglich ist.

Die DB hat für Kunden eine kostenfreie Sonderhotline geschaltet. Betroffene Fahrgäste erreichen sie unter 08000 99 66 33. Aktuelle Informationen finden Kunden der DB auch auf bahn.de/aktuell oder in der DB-App.

Die aktuelle Lage im Münchner S-Bahn-Netz kurz vor dem Ende des Bahnstreiks

Update um 8 Uhr: Die aktuelle Lage bei den Münchner S-Bahnen im Überblick.

Ein S-Bahn-Pendelverkehr zwischen München Ost und München-Pasing ist eingerichtet.

  • S 1 Freising/ Flughafen muss leider entfallen.
  • Zwischen Feldmoching und München Flughafen ist ein provisorischer Schienenersatzverkehr mit Taxis eingerichtet worden.
  • S 2 - S-Bahn-Pendelverkehr zwischen Dachau und Altomünster sowie zwischen München Laim und Petershausen eingerichtet.
  • S 2 in bzw aus Richtung Erding beginnt bzw. endet in Markt Schwaben.
  • S 3 - S-Bahn-Pendelverkehr zwischen Pasing und Mammendorf eingerichtet.
  • S 3 in bzw. aus Richtung Holzkirchen beginnt bzw. endet in Deisenhofen.
  • S 4 in bzw. aus Richtung Geltendorf entfällt.
  • LS 4 in bzw. aus Richtung Trudering entfällt.
  • S 6 in bzw. aus Richtung Tutzing beginnt bzw. endet in München-Ost.
  • S 6 in bzw. aus Richtung Ebersberg beginnt bzw. endet in Zorneding.
  • S 7 in bzw. aus Richtung Wolfratshausen beginnt bzw. endet in Höllriegelskreuth.
  • S 7 in bzw. aus Richtung Kreuzstraße entfällt.
  • S 8 - S-Bahn-Pendelverkehr zwischen München-Pasing und Germering-Unterpfaffenhofen eingerichtet.
  • S 8 in bzw. aus Richtung Flughafen entfällt.
  • S20 entfällt. 

Ein provisorischer Schienenersatzverkehr mit Taxis zwischen München Ostbahnhof und München Flughafen ist für Sie eingerichtet.

Die S-Bahnen des 10-Minuten-Takts entfallen auf allen Linien.

Bahnstreik: Provisorischer Pendelverkehr auf der Münchner Stammstrecke eingerichtet

Update um 7.44 Uhr: Es wurde ein provisorischer Pendelverkehr auf der Stammstrecke eingerichtet, aber weiterhin kommt es zu massiven Behinderungen im S-Bahn-Verkehr. Auch die privaten Bahnbetreiber (Meridian, BOB, Agilis, Alex etc.) können nicht fahren, weil auch das Personal der Stellwerke streikt. Der Regionalverkehr in Bayern ist bis 9 Uhr bis auf wenige Ausnahmen eingestellt.

Lokführer Matthias Schmidt wartet auch.

S-Bahn-Lokführer Matthias Schmidt wartet am Bahnhof Buchenau auf Weiterfahrt. Er ist seit 19 Uhr im Dienst, seit 5 Uhr geht es nicht weiter Das liegt daran, dass bei der Gewerkschaft EVG die Fahrdienstleiter organisiert sind, die von der Betriebszentrale an der der Donnersbergerbrücke auch Weichen und Signale der S4-Strecke steuern. Relativ wenige Streikende reichen aus, um wirklich den gesamten Betrieb lahm zu legen.

Bahnverkehr in Bayern nahezu komplett eingestellt, auch nach 9 Uhr noch Behinderungen

Update um 6.45 Uhr: Nun meldet die Nachrichtenagentur dpa, dass der Bahnverkehr in Bayern nahezu komplett lahmgelegt wurde. Es fährt fast kein Zug mehr, voraussichtlich bis 9 Uhr. Auch danach ist noch mit Verspätungen zu rechnen. Die Deutsche Bahn teilte unterdessen mit, dass auch der Fernverkehr in ganz Deutschland eingestellt wurde. Auf Grund der Streikmaßnahmen sei der Zugbetrieb „bundesweit massiv eingeschränkt“, teilte ein Sprecher mit.

Update um 5.45 Uhr: Es gibt neue Informationen zu den Behinderungen auf den S-Bahn-Strecken.

  • S 2 in bzw aus Richtung Erding beginnt bzw. endet in München-Riem.
  • S 3 in bzw. aus Richtung Holzkirchen beginnt bzw. endet in Deisenhofen.
  • S 4 in bzw. aus Richtung Trudering entfällt.
  • S 6 in bzw. aus Richtung Ebersberg beginnt bzw. endet in Zorneding.
  • S 7 in bzw. aus Richtung Kreuzstraße beginnt bzw. endet in Perlach.
  • S 8 in bzw. aus Richtung Flughafen muss leider entfallen.

Weitere S-Bahn-Ausfälle und Einschränkungen finden SIe weiter unten (Update um 5.10 Uhr)

Meridian-Züge fahren nicht, kein Zugverkehr aus Ingolstadt und Mühldorf - S-Bahnen stark beeinträchtigt

Update vom 10. Dezember 2018, 5.10 Uhr: Seit 4 Uhr läuft der Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Bis 9 Uhr sollen die Maßnahmen dauern, auch danach wird noch mit starken Verzögerungen und Behinderungen gerechnet. Die Lage am Montagmorgen zeigt: Die Region München ist von den Streikmaßnahmen besonders betroffen. 

Zugverkehr nach München teilweise eingestellt: Meridian-Züge aus Richtung Rosenheim fahren nicht, ebenso wie die BOB und die Regionalzüge aus Richtung Ingolstadt oder Mühldorf. Die Verbindung zwischen Augsburg und München scheint dagegen weiterhin zu bestehen. Zwischen München Ostbahnhof und München-Pasing sind nur stark eingeschränkt Zugfahrten möglich.

Die Lage bei den S-Bahnen um 5 Uhr:

  • Zwischen München Ost und München-Pasing ist ein S-Bahn-Pendelverkehr eingerichtet.
  • S 1 Freising/ Flughafen entfällt.
  • Zwischen Feldmoching und München Flughafen ist ein provisorischer Schienenersatzverkehr mit Taxis für Sie eingerichtet.
  • S 2 in bzw. aus Richtung Altomünster / Petershausen entfällt.
  • S 2 in bzw aus Richtung Erding beginnt bzw. endet in Markt Schwaben.
  • S 3 in bzw. aus Richtung Mammendorf beginnt bzw. endet in München-Pasing.
  • S 3 in bzw. aus Richtung Holzkirchen beginnt bzw. endet in Deisenhofen.
  • S 4 in bzw. aus Richtung Geltendorf beginnt bzw. endet in München-Pasing.
  • S 4 in bzw. aus Richtung Trudering entfällt. 
  • S 6 in bzw. aus Richtung Tutzing beginnt bzw. endet in München-Pasing.
  • S 6 in bzw. aus Richtung Ebersberg beginnt bzw. endet in Zorneding.
  • S 7 in bzw. aus Richtung Wolfratshausen beginnt bzw. endet in Höllriegelskreuth.
  • S 7 in bzw. aus Richtung Kreuzstraße beginnt bzw. endet in Perlach.
  • S 8 in bzw. aus Richtung Flughafen entfällt. Ein provisorischer Schienenersatzverkehr mit Taxis zwischen München Ostbahnhof und München Flughafen ist eingerichtet worden.
  • S 8 in bzw. aus Richtung Herrsching beginnt bzw. endet in München-Pasing.
  • S 20 entfällt.

Die S-Bahnen des 10-Minuten-Takts entfallen auf allen Linien. Fahrgäste, die Richtung Innenstadt wollen, sollen nach Möglichkeit auf U-Bahn, Bus und Tram ausweichen. Es wurde von der Deutschen Bahn eine Sonderhotline eingerichtet: 08000 996633.

Gewerkschaft: Bahn-Warnstreiks am Montag zwischen 5 und 9 Uhr

Update vom 9. Dezember 2018, 17.04 Uhr: Deutsche Bahn warnt vor Streikmaßnahmen in München und Bayern im S-Bahnen und Regional-Verkehr: „Aktuell ist leider nicht absehbar, wo die Streiks schwerpunktmäßig stattfinden werden. Es muss aber davon ausgegangen werden, dass es zu Auswirkungen auf den gesamte Regional- und S-Bahnverkehr kommen wird“, ist auf der Webseite der Deutschen Bahn zu lesen. 

Wer nun plant auf sein Auto umzusteigen, sollte sich die Wettervorhersage genau ansehen. In der Nacht auf Montag ist in weiten Teilen Bayerns Schnee angesagt, der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell ausdrücklich vor Glätte. 

Update vom 9. Dezember 2018, 16.28 Uhr: Bahn-Pendler müssen sich am Montag auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Montagmorgen zwischen 5 Uhr und 9 Uhr hat die Gewerkschaft EVG zum Ausstand aufgerufen. Auch derS-Bahn-Verkehr in München und Nürnberg soll betroffen sein, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. 

Die Erstmeldung vom 9. Dezember 2018, 13.11 Uhr:

München - Ab Montagfrüh (10. Dezember) drohen Streiks und Zugausfälle bei der Deutschen Bahn. Bahnreisende sollten sich unbedingt erkundigen, ob ihr Zug fährt, teilte das Unternehmen im Vorfeld mit. Bahn-Pendler müssen sich auf einen bundesweiten Warnstreik einstellen.

Warnstreik bei der Deutschen Bahn: Wo wird gestreikt?

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks ruft die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auch in Bayern zu Warnstreiks auf. Schon im morgendlichen Berufsverkehr soll es losgehen. Details würden laut EVG noch bis zum Abend bekannt gegeben.

Warnstreik bei der Deutschen Bahn: Welche Züge fallen aus?

Noch ist unklar, welche Züge und Verbindungen am Montag ausfallen. Die Deutsche Bahn rechnet mit Einschränkungen im Bahnverkehr ab Montagfrüh (10. Dezember 2018). 

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) rief Beschäftigte des Konzerns für die Zeit zwischen 5 und 9 Uhr zu dem Ausstand auf.

Die Deutsche Bahn empfahl insbesondere Reisenden von und nach Nordrhein-Westfalen, bereits am Sonntag oder aber erst am Montag nach Streikende anzureisen. Mehr Infos finden Bahnkunden auf der Webseite

bahn.de

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Warum wird bei der Deutschen Bahn gestreikt?

Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn sind am Samstag ergebnislos abgebrochen worden. Die Lokführergewerkschaft GDL und die EVG fordern 7,5 Prozent mehr Geld und den Ausbau eines 2016 vereinbarten Wahlmodells, bei dem Beschäftigte zwischen Lohnerhöhung, Arbeitszeitverkürzung und mehr Urlaub wählen können.

Lesen Sie auch: Pendler sind in München auf die S-Bahn angewiesen. Doch immer wieder gibt es Störungen, Sperrungen und Ausfälle. Wir informieren Sie in unserem S-Bahn News-Ticker.

ml

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