Nach Katastrophe in Genua 

Ein Großteil der Brücken in Bayern muss saniert werden

Nachdem die Autobahnbrücke in Genua einstürzte, prüft nun auch Bayern seine Brücken. 
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Nachdem die Autobahnbrücke in Genua einstürzte, prüft nun auch Bayern seine Brücken. 

Nach der Katastrophe in Genua ist nun klar: Auch der Großteil der Brücken an Fernstraßen im Freistaat muss nach Angaben des Bauministeriums saniert werden. 

München - Mehr als 90 Prozent der 3610 Autobahnbrücken müssen laut dem Bauministerium umgehend bis mittelfristig instandgesetzt werden. Bei den rund 10 500 Brücken an Bundes- und Staatsstraßen sind es mehr als 70 Prozent, wie aus der Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. „Es ist daher erforderlich, ältere Brücken der Bundesfernstraßen zukunftsfähig zu machen“, erklärte Bau- und Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU).

Brücken in Bayern: Viele wurden in den 60ern bis 80ern gebaut

Viele Straßenbrücken wurden nach Ministeriumsangaben zwischen 1965 und 1985 gebaut. Seitdem haben das Verkehrsaufkommen und das Gewicht der Fahrzeuge stark zugenommen. Bei Neubauten werde ein zunehmender Verkehr in der Zukunft bereits berücksichtigt.

Nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua mit etwa 40 Toten verwies das bayerische Bauministerium auf engmaschige Kontrollen der Infrastruktur. Alle sechs Jahre prüften Ingenieure die rund 15 000 Brücken in einer Hauptuntersuchung.

Im vergangenen Jahr seien für die Sicherheit der Brücken 322 Millionen Euro ausgegeben worden, sagte Aigner. „So viel wie nie zuvor.“ In diesem Jahr wolle die Staatsregierung noch mehr investieren. Die SPD im Landtag hatte der Regierung am Mittwoch vorgeworfen, nur 37 Prozent des im Budget vorgesehenen Geldes zwischen 2013 und 2017 für Brückenreparaturen ausgegeben zu haben.

dpa

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