Herrchen war von einer Frau abgelenkt

Hund schießt auf Jäger - Vorfall hat ernste Konsequenzen

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Hund und Herrchen: Nun dürfen sie nur noch ohne Gewehr in den Wald (Symbolbild).

Vorbei ist das gemeinsame Jagdvergnügen: Weil ein Hund auf einen Jäger schoss, hat das nun Folgen. Das Verwaltungsgericht München urteilte entsprechend. 

München - Nachdem sein Hund auf ihn geschossen hat, ist ein 74-jähriger Jäger sein Gewehr los. Das Verwaltungsgericht München wies mit Urteil vom Dienstag die Klage des Mannes gegen den Entzug seiner Waffenbesitzkarte ab. Hintergrund ist ein kurioser Vorfall aus dem November 2016 im Jagdrevier des Klägers in Sachsen. Dort betreibt der Mann eine Fischzucht.

München: Jäger unterhält sich mit einer Spaziergängerin - dann passiert es

Damals soll der Hund des Mannes im Auto einen Schuss aus dem Jagdgewehr gelöst haben, während sich der Mann mit einer Spaziergängerin unterhielt. Der Hund soll im Fahrzeug herumgesprungen sein und so das ungesicherte Gewehr ausgelöst haben. Der Jäger wurde am Arm getroffen und verletzt. 

Das Landratsamt Pfaffenhofen an der Ilm, in dessen Zuständigkeitsgebiet der Jäger seinen Hauptwohnsitz hat, entzog ihm daraufhin die Waffenbesitzkarte. Auch sein Jagdschein wurde nicht verlängert - denn Jäger dürfen Waffen nicht schussbereit in ihrem Auto transportieren.

München: Transport einer geladenen Waffe im Auto bedeute Gefahr

Das Gericht teilte die Ansicht des Landratsamtes, dass der Kläger nicht zuverlässig genug sei, um eine Schusswaffe zu kaufen oder zu besitzen, „weil anzunehmen ist, dass er mit Waffen oder Munition auch künftig nicht vorsichtig umgehen wird“. 

Der Transport einer geladenen Waffe im Auto bedeute Gefahr – „was insbesondere für Pirschfahrten gilt“, wie das Gericht mitteilte. Denn solche Fahrten führten oft durch unwegsames Gelände, was – ebenso wie die Mitnahme eines Jagdhundes – die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass sich versehentlich ein Schuss löst. Der Jäger habe somit eine „elementare Pflicht“ verletzt. „Allein etwas ungewöhnliche oder atypische Umstände vermögen dies nicht zu relativieren oder zu rechtfertigen.“ 

München: Letzte Chance für den Jäger, um den Waffenschein doch noch zu behalten

Gegen die Entscheidung klagte der Mann - ohne Erfolg. Er kann noch Berufung beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof beantragen. Dafür müssten die Richter dieser Instanz ihm jedoch glauben, dass er zukünftig umsichtiger mit seiner Waffe und der Munition umgeht.

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Das Interesse an der Jagd nimmt in Deutschland zu: Immer mehr Frauen, junge Leute und Stadtmenschen wollen einen Waffenschein machen.

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mag/dpa

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