Trend gestoppt?

Weniger russische Touristen in München

München - Der Ukraine-Konflikt scheint auch Auswirkungen auf den Münchner Tourismus zu haben. Die Landeshauptstadt verzeichnen einen Rückgang der russischen Urlauber.

Jahrelang gehörten Russen zur wichtigsten Touristengruppe in München. Der Ukraine-Konflikt scheint diesen Trend jedoch gestoppt zu haben. Von Januar bis Ende Juli kamen nach Angaben der Landeshauptstadt 112 252 russische Touristen - zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen (288 978) ging um drei Prozent zurück.

Besonders schwach waren die Monate April und Mai. Da kamen 12 beziehungsweise 16 Prozent weniger Touristen aus Russland als in den Vorjahresmonaten. Das teilte das städtische Tourismusamt mit und bestätigte einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Im Juni gab es ein Plus von vier Prozent, im Juli aber schon wieder ein Minus von fünf Prozent bei den Ankünften und von sieben Prozent bei den Übernachtungen.

„Es ist ganz schwierig, da eine Bewertung abzugeben“, hieß es vom Tourismusamt. Die meisten russischen Touristen kämen zwischen November und März nach München. Da müsse man die Entwicklung noch abwarten.

Besonders drastisch sind die Zahlen aber, wenn man den Januar dieses Jahres betrachtet. In dem Monat verzeichnete München bei der Ankunft von russischen Touristen noch ein sattes Plus von 10,7 Prozent, bei den Übernachtungen sogar eins von 12,6 Prozent.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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