Was er mit dem Ausflugsziel machen will

Münchner (47) kauft sich den Thumsee

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Thomas Schmid auf dem Balkon des Seewirts.

München - Er ist einer der schönsten Badeseen in den Bergen, und seit Kurzem gehört er einem Münchner: Betriebswirt Thomas Schmid (47) hat den herrlich gelegenen Thumsee zwischen Bad Reichenhall und Schneizlreuth erworben.

Das Gebäude wird derzeit mit großem Aufwand und hohen Kosten restauriert. Ansonsten soll am Thumsee alles so bleiben, wie es die Gäste kennen. Die Liegewiese bleibt erhalten, auch der Rundweg, der über 2,5 Kilometer durchs Naturschutzgebiet führt. Der Thumsee wird übrigens schon im Frühsommer warm und lädt zum Schwimmen ein

Zurzeit ist der Mann schwer im Stress, denn schnell soll der Seewirt, die frühere Villa Pachmayr aus dem Jahr 1873, saniert wieder eröffnet werden. Das Gebäude gehört dem Investor seit Anfang 2012. Seither bemühte er sich auch um den Kauf des 17,5 Hektar großen Sees. Jetzt konnte er ihn von einem Reichenhaller Arzt erwerben. Dazu gehören auch ein Seerosenteich, der Uferbereich, der Panorama-Seeweg sowie einige kleinere Grundstücke in Ufernähe.

Der Rundweg um den See bleibt weiterhin frei zugänglich. Auch das Baden im See wird durch den Verkauf des Sees in keinster Weise eingeschränkt. „Alles soll so bleiben, wie es ist – nur noch ein Stück schöner werden“, sagte Thomas Schmid zum Portal bgland24.de. Das Fischereirecht, das Thomas Schmid mit dem Kauf des Thumsees erworben hat, gibt er an den Bezirksfischerverein Saalachtal e.V. – und damit in professionelle Hände. Schmid: „Ich verstehe nichts davon.“.

Die an das Seewirt-Gelände angrenzende Madlbauerwiese ist im Besitz des Madlbauern. Er hat diese als öffentliche Liegewiese an die Stadt Bad Reichenhall verpachtet. Das Thumseebad und die angrenzenden Liegenschaften gehören noch dem Arzt. Beides würde Schmid ebenfalls gerne kaufen, auch wenn ihm durch die höchst aufwendige Sanierung des Seewirts mittlerweile horrende Kosten entstanden seien. Schmid: „Wir müssen fast alles erneuern, Böden, Wände, Leitungen …“

Aber Schmid möchte nicht nur den Seewirt mit neuem Leben füllen, sondern das ganze Areal: „Hier liegt schließlich so viel Potenzial, hier soll endlich wieder etwas geboten werden.“ Der 47-Jährige denkt an Public-Viewing-Veranstaltungen bei Fußball-, Welt- und Europameisterschaften, an kulturelle Veranstaltungen unter freiem Himmel – sogar an eine kleine Seebühne.

Der wunderbare Thumsee – für den Münchner ist er nicht nur mit sauberem Wasser gefüllt, sondern er trägt auch viele Erinnerungen: „Hier habe ich viel Zeit meiner Kindheit verbracht, ich war immer gerne hier, weil der See so schön ist“, erzählt Schmid. Er habe den See auch aus diesen Gründen gekauft. Falls alles nach Plan verläuft, soll der Seewirt am 1. Juni öffnen, rechtzeitig zur – hoffentlich langen – Badesaison.

Hans-Joachim Bittner

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