Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Auf dem Wallberg

Münchner im Dunkeln auf 1400 Metern geborgen

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Der Rettungshubschrauber Edelweiß II war mit einer Wärmebildkamera im Einsatz (Archivbild).

Tegernsee - Glückliches Ende einer dramatischen Rettungsaktion am Wallberg: Ein 50-jähriger Münchner wurde Sonntagnacht unterhalb des Wallbergs am Tegernsee gerettet.

Gegen 16 Uhr hatten Spaziergänger in der Nähe der Rottacher Wasserfälle Hilferufe gehört. Sie riefen und zurück und bekamen auch tatsächlich Antwort. Sofort alarmierten sie die Rottacher Bergwacht, die am vierten Adventssonntag mit der kompletten Dienstgruppe im Suttengebiet vertreten war. Zum Glück. Denn was sich in den kommenden Stunden abspielte, kommt einem Weihnachtswunder gleich.

Felix Oswald (40), Leiter der Bergwacht, alarmierte die Alpine Einsatzgruppe der Polizei Bad Wiessee und den Rettungshubschrauber Edelweiß II, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist. Während sich ein Team zu Fuß auf den Weg machte und frische Spuren im Gelände verfolgte, startete ein zweites Team mit der Wallbergbahn. Bei der Hintermaurer-Alm stieg das Team dann ab, begleitet vom Hubschrauber, der den Weg aus der Luft ausleuchtete.

Mann nach zwölf Stunden gefunden

Und tatsächlich: 300 Meter unterhalb des Wallberggipfels (1722 Meter) kauerte der Münchner. Er wurde nach einer Erstversorgung mit heißem Tee und Zucker hinauf gebracht und konnte mit den Rettern mit der Wallbergbahn ins Tal fahren. "Zum Glück war der Bergsteiger gut ausgerüstet, und so war er war nur leicht unterkühlt, trotz etwa zwölf Stunden, die er an diesem Tag am Wallberg verbracht hatte", berichtet Oswald.

Dem Münchner war die Sache höchst unangenehm. Er sei völlig blind in die Situation hineingelaufen, berichtete er seinen Rettern. Ursprünglich wollte er an diesem Tag über die Rodelbahn hinauf zum Wallberg. Da die Bahn aber vereist war, habe er sich von der anderen Seite des Bergs auf den Weg gemacht. Für die Bergwacht selbst, so deren Leiter, sei diese Aktion eine der heikelsten gewesen in diesem Jahr.

Gegen 0.30 Uhr konnte der Münchner dann im Taxi den Heimweg antreten. Kurz zuvor hatte seine Frau eine Vermisstenmeldung abgesetzt. Sie konnte ihren Mann einigermaßen wohlauf wieder in Empfang nehmen.

Gerti Reichl

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