Polizei hat Anschlagsserie "im Hinterkopf"

Kripo untersucht Ölspur auf der B2

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Tragischer Unfall im Allgäu: Motorradfahrer Josef D. rutschte auf einem mysteriösen Ölfleck aus - er kam bei dem Unfall ums Leben.

Murnau - Die Polizei nimmt die Ölspur, die ein Unbekannter auf der B2 im Murnauer Norden hinterlassen hat, sehr ernst - so lange die Hintergründe unklar sind. Mittlerweile ermittelt die Kripo Garmisch-Partenkirchen in diesem Fall, „weil die Sache relativ heiß ist“.

„Man hat dabei natürlich die Serie im Hinterkopf, bei der mittels Glasflaschen Ölflecken auf Straßen verursacht worden sind“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd am Montag auf Nachfrage des Murnauer Tagblatts. Im Allgäu war 2011 ein Motorradfahrer gestorben, nachdem er auf einer offenbar absichtlich gelegten Ölspur gestürzt war. Weitere „Fallen“ sind dokumentiert.

Der Polizei-Sprecher geht vorerst davon aus, dass der Murnauer Ölfleck, der auf Höhe einer Großraumdisco quer über die Straße verlief, „nichts mit der Serie zu tun hat“ und der Verursacher ihn nicht hinterließ, um Menschen zu schaden. Der Fall passe auch nicht zur Serie. Theoretisch könnte der Kanister, den die Polizei Sonntagfrüh neben der B2 gefunden hat, unbemerkt von einer Lkw-Ladefläche gefallen und leckgeschlagen sein. Eine Vermutung, denn vorerst gilt: „Man muss die Sache genau überprüfen.“ Immerhin wäre auch eine böse Absicht möglich.

Zu Schaden kam aktuell niemand. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Um Klarheit zu schaffen, bittet die Kripo Zeugen, die am Sonntag zwischen 5 und 6 Uhr im Bereich der Disko oder der Kaserne Verdächtiges bemerkt haben, sich zu melden (Telefon 08821/9170).

Silke Jandretzki

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