Landgericht Coburg

Aus Habgier Killer für Auftragsmord engagiert?

+
Am Mittwoch hat am Landgericht Coburg der Prozess um einen mutmaßlichen Auftragsmord begonnen.

Coburg - Eine Frau und zwei Männer sind in Coburg angeklagt. Die Frau soll zwei Killer engagiert haben, um ihren Lebensgefährten zu töten. Ihr Motiv war vermutlich Habgier.

Ein ungewöhnlicher Mordprozess hat am Mittwoch am Landgericht Coburg begonnen. Es geht um einen Auftragsmord im Rotlichtmilieu. Eine 42 Jahre alte Frau soll zwei Killer engagiert haben, um ihren Lebensgefährten aus dem Weg zu schaffen. Der 66-Jährige wurde im Dezember 2013 in einem Haus im Coburger Stadtteil Beiersdorf zusammengeschlagen und starb an seinen schweren Verletzungen.

Beim Prozessauftakt sagte die Gastwirtin, ihr Lebensgefährte habe ihr 1000 Euro monatlich gegeben, um die Miete für ihre Kneipe in Coburg bezahlen zu können. Im November 2013 habe er die Zahlungen eingestellt. „Er wollte, dass ich die Kneipe aufgebe und wieder als Prostituierte arbeite. Das wollte ich aber nicht.“

Das Motiv für den mutmaßlichen Mordauftrag war der Anklage zufolge Habgier: Der 66-Jährige vermietete Wohnungen an Prostituierte. Das Bordell habe die Frau selbst übernehmen wollen, um mit den Einnahmen ihre defizitäre Kneipe weiterbetreiben zu können.

Auf der Anklagebank sitzen neben der Frau auch zwei 23 Jahre und ein 45 Jahre alte Männer aus der Rockerszene. Sie sollen den Mordauftrag ausgeführt haben.

dpa

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Keine Rettungsgasse: Feuerwehrlern platzt der Kragen
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
Sepp Haslinger: Wetterkerze wieder voll daneben
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
So skurril wurde der Balkan-Bandenchef überführt
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen
Meridian lässt Unglückszüge von Bad Aibling nachbauen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion