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Schauspiel über Süddeutschland

Feuerball am Himmel: Das sagt der Experte

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Zu sehen war die Sternschnuppe nur zwei Sekunden.

München - Ein Lichtschweif hat in Süddeutschland für Aufregung gesorgt. Die tz sprach mit einem Experten über das Phänomen.

Ein gut sichtbarer Feuerschweif hat am späten Sonntagabend etliche Menschen in Süddeutschland aufgeschreckt. Um 22.37 Uhr ging der erste Anruf bei der Einsatzzentrale in Niederbayern ein: Der Zeuge hatte nahe des Atomkraftwerks Ohu bei Landshut einen grellen Lichtblitz gesehen. Eine Streife der Polizei konnte Entwarnung geben – nichts passiert.

Angst vor der Himmelserscheinung ist nicht angebracht, beruhigt Prof. Dr. rer.nat. Michael Bittner, der beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Abteilung Atmosphäre leitet. Er kennt dieses Phänomen am Nachthimmel gut: „Das sind meistens kleine Gesteinsbrocken, Meteoriten, die mit sehr hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen“, sagte der DLR-Experte im Gespräch mit der tz. „Manchmal steckt auch Weltraumschrott dahinter.“ Am Sonntagabend wollen einige Zeugen auch ein tiefes Grollen gehört haben.

Experte über Feuerschweif: "Im Frühjahr ein häufiges Schauspiel"

Dass die tz vor ziemlich genau einem Jahr über einen ähnlichen Fall berichtete, wundert Michael Bittner nicht. „Im Herbst und im Frühjahr sind solche Sternschnuppen ein sehr häufiges Schauspiel.“ Dabei handle es sich aber nicht um große Brocken, die beim Absturz auf die Erde eine Gefahr darstellten, sondern eher um „etwas größere Staubkörner“. Die enorme Energie, mit der diese unterwegs seien, werde in der Erdatmosphäre in rund 80 bis 90 Kilometern Höhe in Lichtenergie umgewandelt. Daher die helle Erscheinung.

Erwin Filimon vom astronomischen Arbeitskreis Salzkammergut, dem am Sonntag mit der automatischen Meteoritenortungskamera um 22.36 Uhr von der Sternwarte Gahberg aus das große Foto oben gelang, spricht von einer Feuerkugel. Es sei ein kleiner Himmelskörper, der in die Erdatmosphäre eingetreten ist. „Sehr wahrscheinlich sind auch Meteoriten auf der Erdoberfläche zu finden“, ist er überzeugt. Wo diese einschlagen, müsse erst die Auswertung und Vermessug der Aufnahmen ergeben.

Einen Zusammenhang des Feuerballs vom Sonntag mit dem Asteroiden „2013 TX68“, der am heutigen Dienstag an der Erde vorbeifliegen soll, besteht laut Michael Bittner nicht. „Das ist eine ganz andere Kategorie.“ Der Himmelskörper mit rund 30 Metern Durchmesser soll uns in etwa fünf Millionen Kilometern passieren. Wenn wir den in unserer Atmosphäre sehen würden, bestünde durchaus Grund zur Sorge.

Volker Pfau

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