Drei Frauen sterben in Namibia

Mysteriöser Tod im Canyon: Mutter war auf Töchter fixiert

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Mutter Cornelia und ihre zweite Tochter Alisha sprangen in den Fish River Canyon.

Gunzenhausen - Der Tod einer Mutter und ihrer Tochter in Namibia gibt weiter Rätsel auf. Sie stürzten in die Tiefe, als sie angeblich die Asche einer zweiten Tochter verstreuen wollten. Doch Äußerungen vor ihrem Tod lassen an einem Unfall zweifeln.

Offenbar war Cornelia P. zum Äußersten entschlossen. „Ich kann nicht ohne meine Kleine leben!“, soll sie vor ihrem Selbstmord am Fish River Canyon gesagt haben. Wenn es nicht in Namibia klappe, dann werde sie es in Deutschland tun, soll die 47-Jährige aus Gunzenhausen (Mittelfranken) gesagt haben.

Navinia starb bei einem Autounfall in Namibia.

Wie berichtet, war ihre jüngere Tochter Navinia am 8. Dezember bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Mutter Cornelia und ihre Tochter Alisha waren Mitte Dezember nach Namibia gereist. Sie hatten die Einäscherung der toten 22-Jährigen organisiert und dann geäußert, dass sie die Asche an einem geeigneten Ort verstreuen wollten. Am 11. Januar entdeckten Suchtrupps die zerschmetterten Leichen von Cornelia und Alisha im Fish River Canyon.

In einem Rucksack, der zusammen mit Handtasche, Handys und Bargeld am Rand des Abgrunds zurückgelassen wurde, fand sich eine Selbstmordnotiz. Noch ist nicht offiziell geklärt, wer diese geschrieben hat. Und unklar ist, ob sie zusammen sprangen oder eine die andere mitgerissen hat. Die beiden Körper waren mit einem Seil verbunden.

„Wenn meinen Kindern was zustößt, weiß ich nicht, was passiert“

Nachbarn aus Gunzenhausen bezeichnen die alleinerziehende Mutter als sehr stark auf ihre Töchter fixiert. „Wenn meinen Kindern was zustößt, weiß ich nicht, was dann passiert“, soll sie gesagt haben.

Begreifen kann es trotzdem niemand. „Mir tut das ganz arg weh“, sagt ein Nachbar zur tz. Die beiden Mädels hätten in seinem Garten gespielt. „Jetzt ist kein Licht mehr in dem Haus.“ Alisha „war immer sehr still“, die jüngere Navinia dagegen „sehr lebhaft und hat viel geredet“.

Jetzt hat die Schwester von Cornelia, die inzwischen nach Namibia gereist ist, die traurige Aufgabe, ihre Angehörigen zu identifizieren. Das Rätsel um den Tod der drei Frauen bleibt aber möglicherweise für immer ungelöst. 

Volker Pfau

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