Nach Volksfest verschwunden

Traurige Gewissheit: Jonas ist tot

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Nach einem Besuch beim Volksfest in Würzburg ist der Student Jonas K. (18) verschwunden.

Würzburg/München - Seit Mitte März wurde der Student Jonas K. (18) vermisst. Nun ist es traurige Gewissheit: Jonas ist tot.

Update vom 7. April 2016: Seit 19. März wurde der Würzburger Physikstudent Jonas K. vermisst. Die verzweifelten Eltern und die Polizei hatten die Öffentlichkeit gebeten, bei der Suche nach dem 18-Jährigen zu helfen. Jetzt ist das, was sie befürchtet hatten, leider eingetroffen: Am Mittwoch wurde an der Staustufe in Erlabrunn (Kreis Würzburg) die Leiche eines jungen Mannes entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um den vermissten Studenten handelt.

Es war gegen 10.30 Uhr, als ein Schleusen-Mitarbeiter im Wasser einen leblosen Körper sah und die Polizei alarmierte. Inzwischen hat die Kripo die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise, dass der Tod von Jonas K. mit einer Straftat in Zusammenhang stehen könnte, ergaben sich bisher aber nicht.

Was war geschehen?

Es war der 19. März, als Jonas Kaliski (18) das letzte Mal lebend gesehen worden war. Er hatte an jenem Samstagabend mit Freunden auf dem Würzburger Frühjahrsvolksfest Talavera gefeiert. Doch danach verschwand der junge Mann auf mysteriöse Weise. Seinen verzweifelten Eltern ließ das ungeklärte Schicksal ihres geliebten Sohnes keine Ruhe: „Diese Ungewissheit ist nervenaufreibend“, sagte sein Vater Markus K. zur tz.

Die Polizei hatte keine Spur zu Jonas. Dann hofften die Ermittler auf neue Hinweise. Ein Zeuge hatte sich gemeldet und angegeben, dass er an jenem Abend einen Streit zwischen Jonas und drei unbekannten Männern (20 bis 25 Jahre) in einem Festzelt beobachtet habe. Dabei sei es zu einer Schubserei gekommen. Security-Leute hätten aber sofort eingegriffen und die Situation beruhigt. Danach sei Jonas K. allein und zu Fuß in Richtung der Brücke Deutsche Einheit gelaufen.

„Wahrscheinlich wollte mein Sohn in sein Zimmer im Studentenheim“, vermutet sein Vater. „Die Richtung hätte gepasst.“ Doch dort an der Schellingstraße kam der Physik-Student nie an. „In seinem Zimmer waren sein Rucksack und 200 Euro Bargeld“, erzählte Markus K. Da auch Jonas’ Konto unberührt geblieben ist, glaubte er nicht, dass sein Sohn sich freiwillig nicht mehr meldete.

Zwei Wochen suchte Vater Markus auf eigene Faust nach seinem Sohn. Er hatte mit Freunden geredet, mit den Sicherheitsleuten und Bedienungen des Festzelts, in dem Jonas bis kurz vor 22 Uhr an jenem Samstag mit Freunden gefeiert hatte. „Keiner weiß, was mit Jonas passiert ist.“

Am Montag darauf meldete ihn seine Mutter aus Rohrbach (Kreis Pfaffenhofen) als vermisst. Er war zu einem Termin an der Universität nicht erschienen und über sein Handy nicht erreichbar gewesen. Die Polizei in Würzburg überprüfte daraufhin Videoaufzeichnungen von Tankstellen und anderen Einrichtung in der Nähe der gegenüberliegenden Mainseite. „Auch hier fanden sich keine Spuren zu Jonas“, sagt Peter Häusinger vom Polizeipräsidium Unterfranken.

Nun haben Familie, Freunde und Ermittler die traurige Gewissheit: Jonas ist tot.

tz

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