Nach der Atom-Katastrophe in Fukushima

BUND: Atom-Ausstieg schafft Arbeitsplätze

München - Der geplante Atom-Ausstieg Deutschlands ist bislang vor allem für höhere Strompreise verantwortlich. Aber er schafft auch Arbeitsplätze, so der Bund für Umwelt und Naturschutz.

Der Chef des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, sieht den nach der Katastrophe von Fukushima beschlossenen Atomausstieg als „absoluten Standortvorteil für Deutschland“. „Es sind Hunderte von Milliarden Euro, die hier investiert worden sind. Es sind im Faktor 1:10 mehr Arbeitsplätze entstanden, als durch die Stilllegung von Kraftwerken verloren gegangen sind“, sagte Weiger der Nachrichtenagentur dpa am Montag zum zweiten Jahrestag der Atomkatastrophe in Japan. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine Erfolgsgeschichte ohnegleichen.“ Weiger kritisierte allerdings, dass der Atomausstieg „auf halber Strecke“ steckengeblieben sei. Noch immer liefen neun Reaktoren, darunter der gefährlichste Reaktortyp, der Siedewasserreaktor in bayerischen Gundremmingen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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