Einsatz mit Atemschutz

Nach Lkw-Unfall: Feuerwehr lädt Gefahrengut um

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Einsatzkräfte laden das Gefahrengut um.

Holzkirchen - Obwohl sein Transporter und einige Behälter des Gefahrenguts nach einem Unfall stark beschädigt waren, wollte ein 44-Jähriger einfach nach Polen weiterfahren. Jetzt musste die Feuerwehr die Stoffe umladen.

Fünf Stunden haben 85 Feuerwehrler mit Atemschutzgeräten und Spritzanzügen am Mittwochabend an der Autobahnmeisterei Holzkirchen das Gefahrgut eines kaputten Transportes aus Litauen umgeladen. Es handelte sich um 21 Tonnen Farbe. „Wir mussten vorsichtig handeln“, erklärt Kreisbrandinspektor Anton Riblinger, „das Material war leicht entzündlich“. So kamen die beschädigten Behälter in Spezialcontainer, der Rest auf ein Ersatzfahrzeug. Auch eine Reinigung war wegen der ausgelaufenen Farbe nötig. Vor Ort waren die Wehren aus Holzkirchen, Otterfing, Föching und Weyarn.

Wie berichtet, hatte die Autobahnpolizei an Ostern den Fahrer (44) des Transporters auf der A8 bei Otterfing aus dem Verkehr gezogen, der Auflieger war beschädigt. Der Mann hatte zuvor in Italien einen Unfall, trotzdem wollte er nach Polen weiterfahren. Der Gefahrguttrupp des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd hat den Fall übernommen. Der Fahrer und seine die Firma müssen mit vierstelligen Geldbußen rechnen. Zudem muss der Beförderer für den Feuerwehreinsatz aufkommen. Die Polizei betont, dass für die Bevölkerung keinerlei Gefahr bestand. (mar)

85 Einsatzkräfte entluden das Gefahrengut

Holzkirchen: 85 Feuerwehrkräfte entluden das Gefahrengut

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