Aufgeweichter Boden macht Probleme

Nach Sturz in Bungalow: Kran birgt Kran

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Zwei weitere Autokräne mit 120 und 95 Tonnen Tragkraft waren nötig, um den umgestürzten Kran wieder aufzurichten.

Holzhaus – Es war ein langwieriges Prozedere, das Bergungsfahrzeug selbst zu bergen: Nachdem ein Autokran in ein Wohnhaus gestürzt war, wurde das 50-Tonnen-Gerät am Dienstagabend aus dem Gebäude gezogen und wieder aufgerichtet.

Zwei weitere Autokräne mit 120 und 95 Tonnen Tragkraft waren dazu nötig. Doch bevor die in Betrieb genommen werden konnten, musste zunächst der aufgeweichte Untergrund mit Stahlplatten stabilisiert werden. „Ein gewaltiges Aufgebot an Material“, formulierte es Hausbesitzer Hubert Schranner (34), der die Arbeiten verfolgt hatte – wie auch sein Mieter und Hausbewohner, Jens Reineke. Der konnte bereits von Montag auf Dienstag wieder in seinem eigenen Bett schlafen, nachdem zuvor ein Statiker die Genehmigung zum Betreten des beschädigten Hauses erteilt hatte.

Der Unglücks-Kran soll nun offenbar vor Ort repariert werden, wie Hubert Schranner auf Nachfrage mitteilte: „Die Techniker wollen das Gefährt wieder zum Laufen bringen, weil das Abschleppen nur äußerst schwer möglich ist.“ Bis dahin stehen sich die Kräne gegenseitig im Weg – die gesamte Bergungsaktion verlief wegen eines angrenzenden Waldstücks auf engstem Raum.

Bilder: Kran birgt umgestürzten Kran

Um den Schaden am Wohnhaus beziffern zu können, soll nun ein Gutachter des TÜV Süd das Gebäude untersuchen. Im nächsten Schritt wird dann der zerstörte Eingangsbereich des Bungalows provisorisch abgedichtet. „Es ist schon ein Wahnsinn, dass der Kran genau an diese Stelle gefallen ist“, sagt Jens Reineke. „Mein kompletter Wohnbereich ist heil geblieben.“ Auf die Frage, wie es ihm nach dem Unglück gehe, kann der IT-Berater nur lachen: „Mir geht’s perfekt. Dem Kranfahrer geht’s gut, der Rest ist doch nur Sachschaden.“ Glück hatten offenbar auch die Haustiere des 52-Jährigen: „Meine zwei Katzen waren beim Unfall wohl gerade auf Freigang.“

Armin Forster

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