Nachbarn wollen Gewerbe verbieten lassen

Stöhnverbot für Erotik-Sternchen?

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Ins Haus von Natalie Hot wurde bereits eingebrochen.

Ampfing - Natalie Hot spielt ihren Kunden immer etwas Schönes vor. Sie stöhnt und kassiert dafür Geld. Doch wird das Erotik-Sternchen bald mundtot gemacht?

Stöhnen ist ihr Geschäft. Die junge Frau, die unter dem Namen Natalie Hot im Internet vor laufender Kamera ihren Kunden Lustvolles vorspielt, hat deswegen seit einiger Zeit Ärger mit der Nachbarschaft im Ampfinger Ortsteil Neuhaus. Und nun droht wohl vom Landratsamt neues Ungemach.

Ein Bild von der Homepage von Natalie Hot.

Die Behörde in Mühldorf am Inn, die für die Gemeinde Ampfing zuständig ist, in der Frau Hot (22) wohnt, will derzeit noch keine konkrete Auskunft geben. „Es handelt sich um ein laufendes Verfahren“, heißt es auf Anfrage der tz. Nur so viel: „Eine rechtsmittelfähige Entscheidung von Seiten des Landrats­amtes wurde noch nicht erlassen.“ Natalie Hot darf also weiterstöhnen. Noch.

In der Neubausiedlung am Rande des Ortes sind einige der Nachbarn nicht sehr erfreut über das Gewerbe von Natalie Hot. Im Juli wurde es einer 45-Jährigen zu viel: Als die Stöhn-Expertin gerade vor der Kamera mit ihren Usern beschäftigt war, klingelte und tobte die Nachbarin. Weil ihr niemand öffnete, versuchte sie, die Tür einzuschlagen und verletzte sich an der Glasfüllung. Enthemmt von zu viel Alkohol hatte die Nachbarin in blinder Wut drauflosgeschlagen.

Nun wird darüber gestritten, ob Natalie Hot ihr Gewerbe weiterhin von zu Hause aus betreiben darf. Ihr Management teilte auf eine Anfrage von tz.de mit, dass dies zwar vom Landratsamt untersagt worden sei. Da sich aber in der kleinen Straße bereits drei Büros und Gewerberäume befinden, sehe man keine Grundlage für das Verbot, so das Management. „Die sind erlaubt, aber Natalie Hot will man hier nicht.“

Auf ihrer Facebookseite postete sie gestern: „Die Sache mit meinem Gewerbe nimmt kein Ende!“ Sie habe ein Schreiben bekommen, wonach es besser sei, ihr Gewerbe aufzuzugeben. Sie werde aber nicht aufgeben und weiter kämpfen, schreibt sie. Und bittet um tatkräftige Unterstützung. Die Nachbarn werden ganz schön stöhnen.

V. Pfau

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