Gegen Umweltfrevel

Luchs-Tötungen: Anti-Wilderer-Einheit gefordert

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Ein Luchs in freier Wildbahn

Cham - Mehrere Naturschutzvereine fordern wegen der brutalen Tötungen an mehreren Luchsen eine Anti-Wilderer-Einheit. Bisher blieben zu viele Umweltdelikte ungesühnt, so die Vereine.

Nach den Tötungen und Verstümmelungen an Luchsen im Bayerischen Wald fordern Naturschützer den Aufbau einer Anti-Wilderer-Einheit der Polizei. Bayern sollte sich dabei an Nordrhein-Westfalen orientieren, das eine Stabsstelle für Umweltkriminalität eingerichtet habe. Bayerische Politiker hätten die Forderungen nach einer solchen Stabsstelle bislang ignoriert, kritisierten der Landesbund für Vogelschutz (LBV), der Bund Naturschutz in Bayern (BN) und der World Wild Fund for Nature (WWF) am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung. Viele Umweltstraftaten blieben in Bayern so ungesühnt.

"Beispielloser, krimineller Akt der Luchsgegner"

Mitte Mai hatten Naturschützer im Landkreis Cham vier abgeschnittene Vorderbeine von Luchsen gefunden. Diese waren in der Nähe einer Fotofalle eines Luchs-Forschungsprojektes abgelegt worden. „Ein solcher krimineller Akt ist bislang beispiellos und eine neue Eskalationsstufe der Luchsgegner in der Region“, hatte der LBV beklagt. Mindestens zwei, möglicherweise sogar mehr Luchse seien illegal getötet worden. Die Tat stehe möglicherweise in Zusammenhang mit dem Einsatz des LBV für ein Luchsschutzgebiet am Kaitersberg östlich von Bad Kötzting. Hier wurde eine 37 Hektar große Fläche als Schutzzone für Luchse ausgewiesen.

dpa

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