Aktuelle Studie zu Naturwäldern

Naturschutz: Mehr naturbelassene Urwälder in Bayern

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Im Nationalpark des Bayerischen Walds ist die Natur so belassen, wie sie ist.

München - In Bayern gibt es zu wenig Lebensraum für die Tiere. In einer Studie das Bund Naturschutz und Greenpeace wurde das deutlich. Nun sollen Urwälder in Bayern zu einem Netz zusammengefasst werden.

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) und Greenpeace schlagen ein Naturwaldverbundsystem in Bayern vor. Damit sollten naturbelassene Urwälder mit altem Baumbestand zu einem Netz verbunden werden, um das Überleben vielfältiger Arten zu sichern, sagte der BN-Vorsitzende Hubert Weiger am Montag. Unter anderem Wildkatzen, Waldfledermausarten, Vögel wie der gefährdete Weißrückenspecht sowie Dutzende Insektenarten, die natürliche Wälder mit Totholz brauchen, sollten so bessere Lebensräume finden.

„Die Einrichtung von Naturwäldern ist nicht nur eine Notwendigkeit für Natur- und Klimaschutz in Bayern, sondern auch eine Verpflichtung, die die bayerische Regierung umsetzen muss“, betonten Greenpeace und BN bei der Vorstellung der gemeinsamen Studie.

So könnte ein Naturwaldverbundsystem aussehen.

Zentrale Bausteine des Naturwaldverbundes sollten Schutzgebiete mit über 2000 Hektar im Spessart, Nordsteigerwald, Gramschatzer Wald, Hienheimer Forst und Ammergebirge sein. Zur Vernetzung schlugen die Naturschützer mittelgroße Stücke in 27 Waldgebieten des Freistaats und viele kleine Waldgebiete vor, insgesamt 88 000 Hektar. Das seien zehn Prozent des öffentlichen Waldes in Bayern, sagte Weiger. Dort solle auf das Abholzen zu wirtschaftlichen Zwecken verzichtet werden. „Wir haben einen absoluten Mangel an älteren Wäldern.“

Laut Weiger könnte dies die Bayerischen Staatsforsten fünf bis zehn Millionen Euro im Jahr an Einnahmen kosten. „Das wird aber vielfach kompensiert durch die Attraktivität dieser Wälder“, sagte Weiger. Ein naturbelassener Urwald sei attraktiv für den Tourismus. „Solche Wälder haben natürlich wiederum hohe Erlebnispotenziale.“

dpa

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