Urteil

Navi-Diebe im Zug: Hunderttausende Euro Schaden

Landshut - Eine litauische Bande hatte sich auf das Klauen von Navis aus geschlossenen Autozügen spezialisiert. Der Schaden ging in die Hunderttausende Euro. Jetzt wurden zwei Mitglieder verurteilt.

Sie klauten aus geschlossenen Autozügen nur eines – die Navis, zuletzt aus fabrikneuen BMWs. Darauf hatte sich eine litauische Bande schließlich auch spezialisiert, alleine im Zeitraum vom 4. bis 27. Februar 2014 verursachte die Bande so einen Beuteschaden von 390.000 Euro. Das Landshuter Landgericht präsentierte nun zwei Mitgliedern der Bande, dem 26-jährigen Bauhelfer Deividas G. und seinem 25-jährigen Kumpel Areldas A. die Quittung: Es schickte beide für jeweils fünf Jahre und zwei Monate hinter Gitter.

Bereits im Oktober 2011 hatte sich der Bauhelfer mit einem Hintermann namens Giedrius sowie weiteren Landsleuten zur Bande zusammengeschlossen, um aus fabrikneuen Fahrzeugen mit den Zielen Bremerhaven oder Cuxhaven fest eingebaute Navigations- bzw. Multifunktionssysteme zu entwenden. Im Januar 2014 stieß dann Areldas A. dazu. Die hochwertigen Fahrzeuge befanden sich in verschlossenen Waggons, doch die Diebe schlitzten einfach die Faltenbälge zwischen den Waggons auf und gelangten so in unversperrte Autos. Bei einem Halt des Zuges verließ man dann den Zug und flüchtete in den Wagen von Giedrius.

Bei der letzten Tat wurden sie bereits von der Bundespolizei München in Dingolfing observiert. Es folgte die Festnahme.

ws

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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