Am Mittwoch wird weitergesucht

Peggys Leiche noch nicht gefunden

Peggy
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Die Polizei durchforstet weiter ein Anwesen in Lichtenberg nach Peggys Leiche.

Lichtenberg -  Es tut sich wieder was im Fall Peggy - allerdings fand die Polizei am Dienstag noch keinen Leichnam des Mädchens. Derweil wurden neue Ermittlungsdetails bekannt.

Die neuen Spuren im Fall Peggy haben sich bislang nicht erhärtet. Am Dienstagnachmittag teilten Staatsanwalt und Polizei Bayreuth mit, dass man bei der Durchsuchungsaktion im oberfränkischen Lichtenberg noch kein Ergebnis vorweisen könne. Ein Polizeisprecher sagte, man werde aller Voraussicht nach auch am Mittwoch noch weitersuchen.

Die damals neunjährige Peggy war vor zwölf Jahren spurlos verschwunden. 2012 begannen in dem Fall erneut Ermittlungen. Am Montag hatte die Polizei begonnen, ein Anwesen im Ortskern unter die Lupe zu nehmen. Der Bewohner war von den Beamten in Bayreuth befragt worden. Diese Aktion sei abgeschlossen, der Mann sei nicht mehr bei der Polizei, betonte der Sprecher. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung handelt es sich bei dem Mann um einen einschlägig vorbestraften Sexualtäter.

Er bestätigte, dass es in dem Anwesen in Lichtenberg (Landkreis Hof) schon 2008 eine Durchsuchung gab - allerdings wegen eines anderen Falls. Damals sei Kinderkleidung gefunden worden. Ob dieser Fund im Zusammenhang mit dem Fall Peggy steht, wollte der Sprecher nicht sagen. Die Polizei teilte zudem mit, dass es am Montag auch Durchsuchungen in Mittelfranken und in Thüringen in dem Fall gegeben hatte, nannte aber keine weiteren Einzelheiten. Man gehe neuen Spuren nach, die im Zuge der seit 2012 begonnenen Ermittlungen aufgetaucht seien.

Neue Spur: Hier sucht die Polizei nach Peggys Leiche

Hier sucht die Polizei nach Peggys Leiche

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Leichenspürhund Marc (6) wird am Mittwoch zur Suche nach der Leiche des Mädchens Peggy in den Hinterhof des Anwesens geführt. © dpa
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Dieses Loch baggerte die Polizei im Hinterhof des Hauses, um nach Peggys Überresten zu suchen. © dpa
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Ein Polizeibeamter leuchtet am Mittwoch mit einer Taschenlampe in ein Kellerloch des Hauses in Lichtenberg, in dem nach der Leiche des Mädchens Peggy gesucht wird. © dpa
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Ein Kameramann filmt hinter Absperrbändern der Polizei © dpa
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Oberstaatsanwalt Ernst Schmalz gibt eine Pressekonferenz zu den vorläufigen Ergebnissen der Suche nach der Leiche des Mädchens. © dpa
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Das Medieninteresse am Fall ist enorm. © dpa
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Zwei Polizisten bewachen den Hauseingang in Lichtenberg in dem die Spurensicherung nach der Leiche des Mädchens Peggy sucht. © dpa
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Erdal K., Vater des wegen Mordes verurteilten Ulvi K. beobachtet die Suche nach der Leiche des Mädchens. © dpa
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Polizeibeamte verlassen am 22.04.2013 das abgesperrte Gelände nahe der Kirche in Lichtenberg. © dpa
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Pflastersteine in einem Hinterhof in Lichtenberg wurden  für die Suche nach der Leiche des Mädchens Peggy entfernt. © dpa
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Pflastersteine in einem Hinterhof in Lichtenberg wurden für die Suche nach der Leiche des Mädchens Peggy entfernt. © dpa
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Ein Bagger wird  für die Suche nach der Leiche von Peggy vor einen Hinterhof in Lichtenberg gefahren © dpa
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Ein Bagger wird für die Suche nach der Leiche von Peggy vor einen Hinterhof in Lichtenberg gefahren © dpa
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Ein Polizist bewacht einen Hauseingang in Lichtenberg, in dem die Spurensicherung nach der Leiche des Mädchens Peggy sucht. © dpa
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Ein Beamter der Spurensicherung geht durch einen Hinterhof in Lichtenberg, in dem Plastersteine für die Suche nach der Leiche des Mädchens Peggy entfernt © dpa
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Polizeibeamte unterhalten sich hinter einer Sichtabsperrung © dpa
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Am Dienstag wurde der Hinterhof des Hauses in Lichtenberg nur unweit von Peggys Elternhaus umgegraben. Die Polizei wurde unterstützt vom Technischen Hilfswerk (THW), vom TÜV, vom Bergamt und von Leichensuchhunden. Die Ermittler stießen dabei auf einen alten Abwasserkanal. Dieser werde nun genauer untersucht, sagte der Sprecher. Das Anwesen bleibe ein polizeilicher Einsatzort. Ungefähr 30 Einsatzkräfte seien vor Ort.

Ob an Peggys Leichnam noch Hinweise auf den Täter oder den Tathergang zu finden wären, darf allerdings bezweifelt werden. Dies sei eher unwahrscheinlich, sagte Rechtsmediziner Randolph Penning der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Das liege daran, dass man nur noch ein Skelett, aber keine Weichteile mehr finden könne. „Daran könnte man Knochenverletzungen feststellen und auch die Identität der Leiche anhand von DNA-Analysen überprüfen“, sagte Penning.

Nach Peggys Verschwinden wurde 2004 der geistig behinderte Ulvi K. als ihr Mörder verurteilt. Doch von Anfang an gab es Zweifel an seiner Schuld. Vor etwa zwei Wochen hatte sein Anwalt einen Antrag auf Wiederaufnahme des Falls gestellt. Die jetzige Durchsuchung stehe aber in keinem Zusammenhang damit, sagte der Polizeisprecher.

dpa

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