Hintergründe noch völlig unklar

Auf offener Straße: Männer mit Pfeilen beschossen und verletzt - Täter vermutlich psychisch krank

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Am Mittwoch wurde der Tatort in Nordendorf untersucht.

Am Dienstagmittag wurden bei der Polizei Pfeilschüsse im schwäbischen Nordendorf gemeldet. Zwei Männer wurden schwer verletzt. Sie waren wohl Zufallsopfer.

Update vom 5. September 2019, 15.42 Uhr: Rund eine Woche nach den Pfeilschüssen auf zwei Männer in Nordendorf (Landkreis Augsburg) ist der Täter aus dem Gefängnis in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt worden. Nach einem vorläufigen Gutachten gehen die Ermittler davon aus, dass der 34-Jährige Schütze mindestens vermindert schuldfähig war. Wie Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai am Donnerstag weiter mitteilte, wird davon ausgegangen, dass der Mann wegen seiner Krankheit weiter für die Allgemeinheit gefährlich ist und daher in einem Gerichtsverfahren die Unterbringung in einer Psychiatrie angeordnet werden wird.

Auf offener Straße: Männer mit Pfeilen beschossen und verletzt - Polizei geht von Zufallsopfern aus

Update vom 28. August 2019, 20.30 Uhr: Die Polizei untersuchte am Mittwoch den Tatort in Nordendorf. Zunächst war noch nicht geklärt, ob der Mann von seinem Balkon aus auf die beiden Männer geschossen hatte. Wahrscheinlich sei jedoch, dass es sich um Zufallsopfer gehandelt hatte. „Nach jetzigen Erkenntnissen hat er wahllos auf Passanten gefeuert, die sich in der Nähe seines Anwesens befunden hatte“, sagte der Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Auch ob er die Waffe rechtmäßig besessen hat bzw. wie sie waffenrechtlich bewertet werden müsse, ist noch ungeklärt.

Wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet, wohnte der 34-Jährige erst seit einem halben Jahr in dem Haus. Die Nachbarn beschreiben ihn als ruhig, man habe ihn kaum gekannt. Seit Dienstag gibt in dem 2200-Seelen-Dorf jedoch kaum ein anderes Gesprächsthema.

Auf offener Straße: Männer mit Pfeilen beschossen und schwer verletzt - waren sie Zufallsopfer?

Update vom 28. August 2019, 11.52 Uhr: Nach Pfeilschüssen auf Passanten in Schwaben wird gegen den Täter wegen versuchten Mordes in zwei Fällen ermittelt. Zwei Männer wurden durch die Pfeile schwer verletzt. Der 34 Jahre alte mutmaßliche Schütze sollte am Mittwochnachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden. Wie das Augsburger Polizeipräsidium mitteilte, macht der Mann zu den Vorwürfen keine Angaben.

Den Ermittlungen zufolge hatte der 34-Jährige am Dienstag auf die Männer geschossen, die sich in Nordendorf (Landkreis Augsburg) vor seinem Haus aufhielten. Beide seien Zufallsopfer gewesen, erklärte Polizeisprecher Michael Jakob am Mittwoch. Es handelt sich dabei um die Fahrer eines Lastwagens und eines Kleintransporters, die neben ihren Fahrzeugen standen. Die 47 und 39 Jahre alten Männer mussten notoperiert werden. Lebensgefahr besteht nicht.

Männer mit Pfeilschüssen schwer verletzt: Motiv noch unklar

Für die Pfeilschüsse wurde den Angaben nach ein gewehrähnliches Gerät verwendet. Wie viele Pfeile der 34-Jährige insgesamt verschossen hat, ist noch unbekannt. Auch das Motiv des Deutschen ist unklar. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Mann aufgrund psychischer Probleme in seiner Schuldfähigkeit eingeschränkt war.

Männer mit Pfeilschüssen niedergestreckt: Nachbarn verhindern Schlimmeres

Update vom 27. August 2019, 19.25 Uhr: In der Zwischenzeit sind weitere Informationen zum Hergang der Tat bekannt geworden. Denn hilfsbereite Nachbarn haben möglicherweise noch Schlimmeres verhindert: Sie haben die beiden Verletzten noch vor dem Eintreffen der Polizei zu sich genommen, um sie vor weiteren Angriffen durch den Täter zu schützen, berichtet die Polizei.

Auf offener Straße: Zwei Männer mit Pfeilschüssen niedergestreckt und schwer verletzt

Erstmeldung vom 27. August 2019, 16.46 Uhr: Mit Pfeilen hat ein 34-Jähriger in Schwaben zwei Männer auf offener Straße niedergestreckt und schwer verletzt. Nachbarn des Täters nahmen die beiden Verletzten bei sich auf, um sie vor weiteren Schüssen zu schützen. Als am Dienstagmittag gleich mehrere Notrufe bei der Polizei eingingen, eilten zahlreiche Beamte an den Tatort. 

Die Polizisten konnten den Verdächtigen bei seinem Wohnhaus in Nordendorf (Landkreis Augsburg) festnehmen. „Momentan können wir leider noch nicht sagen, was der Hintergrund der Tat ist“, sagte Polizeisprecher Michael Jakob.

Nordendorf/Bayern: Polizei kennt noch keine Hintergründe

Ein 39-Jähriger erlitt durch einen Pfeil schwere Gesichtsverletzungen. Das 47 Jahre alte Opfer wurde am Oberkörper durch einen Treffer ebenfalls schwer verletzt und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Augsburger Uniklinikum geflogen.

Zunächst war unklar, womit die Pfeile verschossen wurden. Es müsse noch geklärt werden, ob der 34-Jährige vielleicht einen Bogen oder eine Armbrust benutzt habe, erklärte Jakob. Gegen den vorläufig festgenommenen Mann wird wegen versuchter Tötungsdelikte ermittelt. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen voraussichtlich am Mittwoch weitere Details zu dem Fall bekanntgeben.

In Passau wurden im Mai 2019 drei Tote gefunden, die mit einer Armbrust getötet wurden. In diesem Fall gab es kürzlich eine überraschende Wendung. Zuletzt war Nordendorf wegen der kuriosen Nachricht in die Schlagzeilen gekommen, dass ein Autofahrer seinen Wohnwagen dort verloren hatte. Er war aber noch 100 Kilometer weitergefahren, ehe er den Verlust bemerkte.

dpa/mdu 

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