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In bayerischer Metropole: Oberbürgermeister will Böllerverbot an Silvester - wegen voller Kliniken

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Feuerwerk
Feuerwerk soll es auch heuer an Silvester nicht geben, so Nürnbergs Oberbürgermeister. © Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König fordert ein Böllerverbot zum Jahreswechsel. Grund ist unter anderem die Auslastung der Kliniken und Intensivstationen. 

Nürnberg - Oberbürgermeister Marcus König hat sich für ein Böllerverbot zum Jahreswechsel ausgesprochen. Ausschlaggebend seien rasant steigende Corona-Infektionszahlen sowie die Auslastung der Kliniken und Intensivstationen. „Um aber zu Silvester 2021 ein Verbot von Böllern und Raketen erlassen zu können, braucht es eine verlässliche Rechtsgrundlage”, erklärt König in einer Pressemeldung der Stadt Nürnberg*. Er fordere “Bund und Länder auf, diese Grundlage für die Kommunen zu schaffen”. Ohne eine entsprechende Regelung sei es nicht möglich. 

Nürnberg: Kliniken sind voll mit Corona-Patienten 

Bereits im vergangenen Jahr war ein Böllerverbot an Silvester beschlossen worden, weil die Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen gerieten. „Diese Situation haben wir in diesem Winter wieder – leider ist die Situation sogar noch schlimmer”, betont der OB. Es seien noch weniger Intensivbetten und Kapazitäten vorhanden. 

Nürnberg: Corona-Lage in Bayern verschärft sich 

In Bayern wurde erneut der Katastrophenfall ausgerufen. Zudem wurde diese Woche das „Kleeblatt“ aktiviert. Das Konzept ermöglicht, dass Intensivpatienten aus überlasteten Krankenhäusern in weniger beanspruchte Krankenhäuser in anderen Regionen strategisch verlegt werden können. Die Luftwaffe fliegt seit Freitag beispielsweise schwer Corona-Kranke von Memmingen* aus in andere Bundesländer.  „Es gilt also, eine weitere Belastung – gerade auch durch Opfer von Unfällen mit Feuerwerkskörpern – zu verhindern”, sagt König. Ihm zufolge ist das Verbot von Feuerwerkskörpern “das richtige Mittel, auch in diesem Jahr“. Je schneller hierzu eine verlässliche Rechtsgrundlage geschaffen werde, desto besser. 

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