Über 28.000 Unterschriften

Nürnberger Sportverein: Online-Petition erreicht Ziel - Sport als „Teil der Lösung“ in der Corona-Pandemie

Junge beim Fußballtraining. Slalom. Drippeln. Ball.
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Der Nürnberger Post SV fordert eine sofortige Wiederaufnahme des Sports im Freien. (Symbolfoto)

Der Nürnberger Post SV hat bei seiner Online-Petition das nötige Quorum erreicht. Die Forderung ist die Wiederaufnahme des Trainings im Freien.

Nürnberg - Mehrere bayerische Großsportvereine haben sich zusammengeschlossen und ein Positionspapier entworfen, indem die Vereine mehr finanzielle Unterstützung fordern und einen Stufenplan zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs – unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften – vorschlagen. Der Nürnberger Post SV startete sogar noch eine Online-Petition für die sofortige Wiederaufnahme des Sport- und Trainingsbetriebes im Freien. Nun erreichten sie das nötige Quorum.

Corona in Bayern - Nürnberger Sportverein: Online-Petition für Sport im Freien erreicht Ziel

Mehr als 28.000 Unterschriften hat der Verein in Nürnberg* zusammenbekommen und somit das nötige Quorum erreicht, um die Petition an den Bayerischen Landtag übergeben zu können. Mitte Februar startete der Post SV die Online-Petition mit dem Motto „Sport ist Teil der Lösung und nicht des Problems in der Corona*-Pandemie“. In ihrem Schreiben weist der Verein daraufhin, dass vor allem Kinder und Jugendliche massiv darunter litten, dass sich die Sportvereine im Corona-Lockdown befinden. Die Vereine trügen mit ihrem Angebot zur Fitness und Gesundheit aller Sportler bei. „Viele klagen bereits jetzt über eine Zunahme bei Rücken- und Gelenkschmerzen, Gewichtszunahme, fehlende Fitness und Widerstandskraft“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Die Trainer des Vereins seien bereits nach dem kürzeren Lockdown vor einem Jahr geschockt gewesen, wie sehr sich zum Beispiel motorische Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen in wenigen Wochen verschlechtert haben. Nun gilt der Lockdown seit über fünf Monaten. Der Verein verstehe, dass Maßnahmen nötig seien. „Jeder Kranke und Tote ist einer zu viel.“ Allerdings sei die Maßnahme, den kompletten Vereinssport zu verbieten, „weder zielführend noch effizient“.

„Pauschalverbot basiert auf einem Denkfehler“ - Ansteckung beim Fußballspiel sei gering

Der Verein macht seine Begründung an einem Beispiel deutlich. Bei einem Fußballspiel seien inklusive Wechsler maximal 30 Spieler beteiligt, die auf einem ca. 7000 qm großen Feld spielen. „Das sind rund 230 qm pro Spieler!“ Eine dänische Studie habe zudem aufgezeigt, dass bei einem 90 minütigen Spiel, die Zeit der engen Begegnungen bei gerade einmal 88 Sekunden liege. Das Spiel findet im Freien statt, wo laut der Studien „die Ansteckungsgefahr um den Faktor 19 reduziert ist“. „Wo soll hier die übermäßige Gefahr der Ansteckung liegen?“, fragen sich die Initiatoren der Petition. Das Pauschalverbot wirke nur vordergründig plausibel. „Es basiert aber auf einem Denkfehler!“

In den nächsten Tage möchte der Verein die Petition offiziell beim bayerischen Landtag einreichen, damit dieser das Anliegen überprüft. Man wolle dafür gut vorbereitet sein, damit die Petition dort entsprechend Gehör findet. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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