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„Söders Kasperltheater“ - Fleischerei polarisiert mit rigorosem Aushang in Corona-Krise

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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In Bayern gilt die Maskenpflicht. Diese Maßnahme zur Bekämpfung des Coronavirus kommt bei den Menschen unterschiedlich an. Eine Nürnberger Fleischerei sorgt jetzt für Aufsehen.

Nürnberg - Damit hat eine Fleischer aus Nürnberg wohl nicht gerechnet. Wegen ihres Aushangs zur Maskenpflicht in Bayern hat es der Laden mit der Polizei zu tun bekommen.  „Die haben uns an die 5.000 Euro Bußgeld erinnert und mit einer Strafanzeige gedroht“, berichtet der Inhaber. Aus diesem Grund musste er den Aushang an seinem Laden wieder entfernen. Auch seine Angestellten würden von jetzt an den vorgeschriebenen Gesichtsschutz tragen.

Corona in Bayern: Fleischerei mit Facebook-Aufregung - „Herrn Söders Kasperltheater“

Eigentlich beliefert die Fleischerei Großkunden, aber auch auf telefonische Bestellung können Privatkunden dort Fleisch abholen. Für Letztere hatte der Inhaber einen Aushang aufgehängt, der mit seiner Botschaft deutlicher nicht hätte sein können: „Achtung, bei uns findet keine Vorstellung von Herrn Söders Kasperletheater statt. Sollten Sie uns unbedingt mit Masken sehen wollen kommen sie im Fasching wieder.“ Wer zu einer Risikogruppe* gehöre, solle ab Montag dem Aushang nach nicht mehr bei ihm einkaufen.

Coronavirus in Bayern: Facebook-Foto sorgt für Aufsehen - „Dass das so durch die Decke geht...“

Das Foto des Aushangs ging anschließend auf Facebook durch die Decke. Demnach stehe seitdem bei ihm das Telefon nicht mehr still, sagte Kraft. Um die 500 E-Mails habe er bisher bekommen. „Dass das so durch die Decke geht, hat mich sehr überrascht.“ Aufmerksamkeit zu erregen, sei jedoch nicht die Intention dahinter gewesen, sagt Kraft. „Ich halte nichts von der Maskengeschichte. Das ist meine persönliche Überzeugung.“ Die Corona-Krise* nehme er aber sehr ernst, betont er. In dem Unternehmen hielten alle den notwendigen Abstand zueinander ein.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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