Hintergründe zum Vorfall in Nürnberg jetzt bekannt

Jugendliche flippen aus: Angriff auf Sanitäter und einen Notarzt

Mehrere Personen griffen in Nürnberg Rettungskräfte an.
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Mehrere Personen griffen in Nürnberg Rettungskräfte an.

Zu einem Angriff auf Rettungskräfte kam es am Freitagabend in Nürnberg. Die Polizei musste eingreifen. 

Update am 29. April: Nun sind mehr Details zu dem Angriff auf Johanniter-Rettungskräfte am Freitagabend am Nürnberger Pegnitzgrund bekannt. Das Polizeipräsidium Mittelfranken teilte mit, dass an der Theodor-Heuss-Brücke gegen 21 Uhr eine Veranstaltung stattfand. Eine Besucherin klagte über Atemnot, weshalb die Rettungskräfte gerufen wurden. 

Aus einem bisher schleierhaften Grund beschimpfte eine 17-Jährige die eingetroffenen Johanniter-Kräfte und rief weitere Freunde von ihr zusammen, die sie unterstützen sollten. Daraufhin griffen drei junge Männer im Alter von 16 bis 18 Jahren die Sanitäter und den Notarzt körperlich an. Der Notarzt wurde von dem 18-Jährigen geschlagen, die anderen schubsten die Rettungssanitäter zur Seite. Auch zwei Glasflaschen und eine gefüllte Plastikflasche flogen in Richtung der Rettungskräfte. 

Der 18-Jährige ließ seine Aggressionen auch am Rettungswagen aus und schlug mit der Faust eine Delle in eine Tür. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro. 

Die Polizei konnte die alkoholisierten Angreifer nach kurzer Fahndung festnehmen. Sie werden wegen tätlichen Angriffs auf Rettungskräfte, Sachbeschädigung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und versuchten Diebstahls angezeigt.

Erstmeldung am Freitagabend: 

Nürnberg - Nach ersten Informationen wurden Rettungskräfte der Johanniter gegen 21 Uhr zur Theodor-Heuss-Brücke gerufen. Der Platz dort an den Pegnitzwiesen ist ein beliebter Treffpunkt an warmen Tagen. Abends treffen sich dort gerne Gruppen zum Grillen.

Offenbar kam es am Freitagabend jedoch zu einem Streit, bei dem auch mindestens eine Person verletzt wurde. Als die Johanniter-Rettungskräfte deshalb eintrafen, wurden sie selbst zur Zielscheibe von Aggressionen. Diese gingen von einer Gruppe von etwa zehn jungen Menschen aus. Wie das Portal nordbayern.de berichtet, wurden die Rettungskräfte beschimpft und auch körperlich angegriffen.

Mehrere Einsatzkräfte der Polizei mussten die Situation unter Kontrolle bringen. Fünf Personen seien vorläufig in Gewahrsam genommen worden. Der Rettungswagen der Johanniter wurde laut der Agentur News5 leicht beschädigt und weist nun einige Dellen auf. 

Alkohol und enthemmte Jugendliche: Der Vorfall in Nürnberg erinnert an die Ausschreitungen am Münchner Monopteros. Dort kam es zuletzt zu „Randale-Nächten“, bei denen auch Beamte angegriffen wurden. Die Polizei setzt nun eine Reiterstaffel ein.

Lesen Sie hierzu auch einen Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis: „München erlebt ein neues Gewaltphänomen“

mag

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