Prozessauftakt vor Landgericht Nürnberg-Fürth

Mann versteckt Schlafmittel in Zimtschnecken - Anklage wegen versuchten Mordes an seiner Frau

Mann hält sich einen Ordner vor das Gesicht, ein weiterer Mann steht daneben.
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Ein Mann ist vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth wegen versuchten Mordes angeklagt. Neben ihm steht sein Anwalt Franz Heinz ein (r.).

Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ist ein Mann wegen versuchten Mordes angeklagt. Er soll geplant haben, seine Frau mit einer vergifteten Zimtschnecke zu töten.

Nürnberg - Ein 39-Jähriger steht seit dem heutigen Donnerstag (10. Juni) vor dem Landgericht Nürnberg*-Fürth*. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Versuchter Mord, denn er soll geplant haben, seine Ehefrau mit einer mit Schlafmittel präparierten Zimtschnecke zu töten. Der Angeklagte bestreitet jedoch diese Absicht. Er habe die von ihm getrennt lebende Frau jedoch nur für kurze Zeit „außer Gefecht setzen“ wollen, sagte der Angeklagte unter Tränen. Auf keinen Fall habe er die Absicht gehabt, jemanden zu töten.

Prozessauftakt vor Landgericht Nürnberg-Fürth: Mann wegen versuchten Mordes angeklagt

Hintergrund ist ein Trennungsstreit, bei dem der kleine Sohn des Paares im Mittelpunkt stand. Der Angeklagte habe versucht, seine Umgangszeit mit dem Kind zu verlängern, indem er der Frau das Schlafmittel mit Hilfe der Füllung einer selbstgebackenen Zimtschnecke verabreichte, argumentierte er. Er selbst nahm das Schlafmittel mehrere Male ein, hatte bei sich aber keine negativen Wirkungen bemerkt.

Prozess wegen versuchten Mordes: Opfer lag mehrere Tage im Krankenhaus

Die Ehefrau kam nach dem Biss in die präparierte Zimtschnecke im November vergangenen Jahres mit ihrem Leben davon, lag jedoch mehrere Tage zur Behandlung in einem Krankenhaus. Sie litt an Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen und Verwirrtheit, wie aus der Anklage der Staatsanwaltschaft hervorgeht. Die Mutter der Ehefrau traf es noch schlimmer, als sie die restliche Zimtschnecke zwei Tage später aß. Sie musste auf der Intensivstation intubiert und künstlich beatmet werden.

Die beiden Opfer, die auch als Nebenklägerinnen auftreten, sollten am Nachmittag im Zeugenstand aussagen. Insgesamt ist der Prozess auf acht Verhandlungstage angesetzt. (ly /dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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